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Kategorie: Rant

Stromknappheit und „Blackouts“ im Winter – WEN wollt ihr eigentlich verarschen?

Seit einigen Wochen geht ja die große Panik durch die Märkte: Es drohe der Blackout, weil wir kein Gas mehr aus Russland bekämen und man müsse UNBEDINGT die Atomkraftwerke am Netz lassen, um das zu kompensieren! Dabei wurden auch zwei Reaktoren vorgeschlagen – und eben jene Platzierung der Kraftwerke SOLLTE jeden, der auch nur einen FUNKEN Ahnung hat, einmal etwas aufhorchen lassen. Denn das eine Kraftwerk steht in Baden-Württemberg, das andere in Bayern. Warum das so „ungewöhnlich“ ist – nun, das will ich gerne einmal ausführen:

Baden-Württemberg hat groß vermelden lassen, jetzt selbst e-Fuels herzustellen. Wer bislang hinterm Mond gelebt hat: Bei e-Fuels redet man von synthetischen Kraftstoffen, die aus Wasserstoff und CO2 unter Zugabe von Strom und Hitze einen Umwandlungsprozess zu langkettigen Kohlenwasserstoffen durchlaufen, die man dann in Form von Synthesegas oder eben flüssigen, künstlich hergestellten Kohlenwasserstoffen in Form von Benzin, Diesel oder Kerosin vertanken kann. Energiebedarf pro Liter: Rund 26 Kilowattstunden (ein Liter Benzin, Diesel und Co. hat btw. einen effektiven Heizwert von rund 9-10 Kilowattstunden. Ergo: Satte 60% Wandlungsverluste. Na DAS ist doch mal effizient, was?). Der für die Synthese nötige Wasserstoff oder gar das CO2 sind dabei noch gar nicht enthalten, müssen erst noch in einem vorgelagerten Prozess hergestellt bzw. aufbereitet werden (CO2 findet sich ja auch in unserer Luft – und der Anteil steigt seit Jahren bedenklich – aber so eine Anlage braucht eben 100% CO2, keine 0,5%), was den Wirkungsgrad nicht unbedingt zum Besseren hin verschiebt.

Bayern wiederum will große Mengen Wasserstoff herstellen. Auch die Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist nicht sooo energetisch vorteilhaft. Hier werden rund 54 Kilowattstunden pro Kilo Wasserstoff benötigt (und wer wissen will, wie HIER der Wirkungsgrad ist: Nun, wenn man das Kilo Wasserstoff mittels Brennstoffzelle (die effizienteste Art, damit umzugehen!) rückverstromt, bekommt man rund 25 Kilowattstunden zurück. Siehe da: Auch fast 60% Wandlungsverluste. Na DAS lohnt sich ja, was?).

Kritiker werden jetzt sicher einräumen, dass es ja noch Alternativen gäbe, um Wasserstoff zu gewinnen. Und denen antworte ich: Jepp, gibt es, nämlich mittels Dampfreformierung aus Erdgas (wobei dann CO2 frei wird, das man dann nutzen könnte, um mittels Zugabe von Wasserstoff dann synthetisches Erdgas herzu…moment, haben wir das nicht gerade schon benutzt um den Wasserstoff herzustellen? Ach – ist doch egal, oder?!), was jetzt allerdings ein wenig dumm ist, denn die schöne, günstige Quelle für Erdgas ist uns ja von Putin abgedreht worden. SOWAS ABER AUCH…

Wofür Wasserstoff und e-Fuel? Naja, „da unten“ will man die Autos schön mit Wasserstoff und mit e-Fuel betanken können! Gut, man KÖNNTE ja auch einfach Autos mit Batterien nehmen (nennt sich auch Elektroauto), die Batterien mit dem Strom, den man für EINEN LITER e-Fuel oder EIN KILO Wasserstoff (damit fährt ein Auto dann rund 80 Kilometer weit btw.) braucht, aufladen und damit dann einmal quer durch Deutschland touren, ohne nachladen zu müssen. SINNVOLLE Alternativen wie bspw. das Dekarbonisieren von Flugzeugen (Airbus hat leider noch keinen A330 im Angebot, der rein elektrisch fliegen könnte. Man arbeitet zwar dran, aber das dauert halt noch…) oder man könnte den Wasserstoff ja den Stahlwerken zukommen lassen, damit diese mit etwas anderen Prozessen, als der bisherigen Methode, Stahl herstellen (und dabei im gleichen Atemzug sogar noch Energie sparen, da die neuen Prozesse DEUTLICH effizienter ablaufen). Aber NEIN – den Quatsch mit der Automobilität ist wichtiger! Und überhaupt – das Elektroauto wird sich ja nicht durchsetzen!

in Bayern und BW hat man verstanden – man baut auf Wasserstoff fürs Auto. Weil – ist besser. Weil…ähh…schau da vorn, eine Ablenkung!

Diese ganzen Prozesse fressen natürlich erheblich Strom. Klar, dass dafür dann die Atomkraftwerke benötigt werden – und als Ablenkungsmanöver bzw. fadenscheiniges Argument wird das mit dem „Blackout“ vorgeschoben. Naja – EINE Form von Blackout gibt es sicherlich – allerdings den im Logikzentrum von jenen, die nicht in der Lage sind, ohne Unterbrechung bis drei zu zählen.

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Boah – kommt mal zum Punkt!

Ich bin ja selbst jemand, der durchaus mal weiter ausholt und stark auszuschweifen pflegt. Allerdings sind meine Punkte dann zumindest IRGENDWIE logisch zusammenhängend (auch wenn es in manchen Fällen nur in meinem Kopf sein mag. Aber mittlerweile finde ich da auch wieder den Weg zurück und erkläre den Ahnungslosen um mich herum, WIE und WARUM ich dorthin gefunden habe und was das alles mit dem aktuellen Thema zu tun hat), nur wenn ich so sehe, was in den (a)sozialen Medien, auf YouTube und Co. INSBESONDERE aus den USA kommt, dreht sich mir der Magen um.

Ja, ich weiß – in den USA geht es nicht um Fakten, um Realität, um Wahrheit, sondern lediglich darum, etwas „gut“ oder „toll“ zu präsentieren. Deswegen hat die USA meiner Meinung nach auch kein Rechtsystem, wie man es par Definition betrachten könnte und wo man sich an Gesetzestexten und Ermittlungen, Beweisen, Gegenbeweisen und Co. orientiert, sondern ist eine Nation, die von der Show lebt. Deswegen werden (Staats-)Anwälte auch wie Filmstars gefeiert, inszenieren sich auch haargenau so: Es geht nicht darum, Recht und Unrecht abzuwägen, sondern möglichst spektakulär, wortgewandt und mit viel rhetorischem Geschick einen überführten Täter doch noch IRGENDWIE so aussehen zu lassen, dass die Geschworenen, die dabei einen Feuchten auf IRGENDWELCHE Gesetze geben müssen, schließlich zu einem Urteil kommen. Allein die Tatsache, dass es sowas gibt wie „Ja, der Kerl wurde von 20 Kameras gefilmt, wie er wen erstochen hat. Ja, wir glauben, dass er ein Mörder ist, aber nein, wir Geschworenen befinden ihn dennoch für Nicht Schuldig“ zeigt, wie sehr man in diesem Land die Wahrheit verachtet.

Und ja – diese Philosophie wird auch in den ganzen Medien haargenau so gelebt. Es ist fester Teil der Kultur. Und so ist es auch mit dem Herumgeschwafel. So kann es dann problemlos vorkommen, dass eine Frage wie „1+1=“, was in einem Video binnen maximal 30 Sekunden erklärt sein sollte (inklusive Rechenwegerläuterung und warum es von einigen Leuten scherzhaft durchaus auch mal 3 ergeben könnte), problemlos auf über 12 Minuten gedehnt wird, wo erstmal WEIT ausgeholt, die Ursprünge der Mathematik, dem ersten Höhlenmenschen, der zwei Äpfel in der Hand hatte, gefolgt von einem Verweis auf irgendeinen Sponsor, wo man noch viel mehr Rechenarten für eine schmale Abogebühr erlernen könnte (inklusive monetarisiertem Sponsored-Link im Video, in der Beschreibung und sowohl als Einblendung wie auch Caption, damit es bloß keiner verpasst), ehe man dann auf das GEFÜHL der Rechenart kommt, ganz beiläufig im Nebensatz dann das Rechenergebnis anteasert, aber vorher nochmal eine RÜCKBLENDE auf das, was bisher so gesagt wurde, einbaut, nur um am Schluss NOCHMAL auf den Sponsor zu verweisen, um Like, Abo und Co. zu betteln und DANN das Video zu schließen, ohne das Ergebnis wirklich und klar gesagt oder gar erklärt zu haben.

Derartiger Mist ist mir in den letzten Wochen jetzt DERART häufig unter gekommen (und von zahllosen Quellen), dass ich nicht mehr an Zufälle oder Ausnahmen glaube. Nein, es ist WIRKLICH so, dass die Menschen keine Antworten und keine Wahrheit mehr hören wollen, sondern einfach nur noch das ständige Blabla, möglichst verpackt in 4k-Auflösung, in Dolby-Atmos-Sounds, mit schön viel, hipper Musik, Schnitten, bei denen selbst ein Michael Bay vor Anerkennung die Augenbrauen heben würde und damit jenen, die WIRKLICH etwas wissen wollen, so die maximale Menge an Zeit zu verschwenden.

Ich habe schon mehr als einmal darüber nachgedacht, diesen Trend dadurch zu kontern, einen eigenen YouTube-Kanal sowie eigene Newsseiten hier online zu packen, wo ich diese ganzen 12-20 Minuten-Monster auf höchstens 15-20 Sekunden runterdampfe und NUR den konkreten und relevanten Inhalt darin anführe. Allerdings fehlt mir dazu schlicht die Lust und die Zeit, mich mit diesen monolithischen Werken zu befassen. Und wahrscheinlich würde mein Kopf ob der ganzen, belanglosen Gelabers dieser selbstverliebten Laiendarsteller irgendwann einfach platzen. Also mache ich das einzige, was wirklich was bringt: Ich fülle fleißig meine Blocklisten, mit denen ich ganze Kanäle aus den Anzeigen und Suchergebnissen herausfiltere. Das ich IRGENDWAS von Wert aus einer der dümmsten Nationen der Galaxis verpassen könnte, glaube ich nämlich nicht.

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„Kulturelle Aneignung“

Als ich noch in Bonn gewohnt habe, hatte ich eine Pizzeria in unmittelbarer Umgebung. 25 Jahre war diese da bereits vor Ort, bekannt für ihre frische, handgefertigte Pasta und frischen Mafiatorten. Eröffnet und betrieben wurde diese Pizzeria aber nicht etwa von einem Italiener, sondern einem Iraker, der vor gut 30 Jahren nach Deutschland gekommen war und selbst eine Leidenschaft für die italienische Küche hatte, diese seinen Mitmenschen näher bringen und sie verwöhnen wollte.

So weit, so normal. EIGENTLICH jedenfalls. Denn würde jemand so etwas heute machen, käme – ähnlich wie es bei Winnetoubüchern und -filmen, wie es bei Soul-Konzerten mit weißen Musikern oder Schulkindern, die sich zu Karneval einen Turban aufziehen – der Vorwurf der „kulturellen Aneignung“, gefolgt von gesellschaftlicher Ächtung.

Warum genau diese Diskussion gerade jetzt so groß aufkocht, wo wir doch so viele andere Probleme haben, ist mir völlig schleierhaft. Aber schon anhand des Beispiels mit dem Pizzabäcker aus dem Irak (ja, meine lieben Mate-Sommeliers, die PIZZA ist italienisches Kulturgut. Die UNESCO stuft die Kunst der neapolitanischen Teigwaren mit Tomatensauce und Mozzarella als Weltkulturerbe ein! Und das seit 2017) sieht man, wie lächerlich dieses Schlagwort „kulturelle Aneignung“ tatsächlich ist. Italien und die Pizza wurden durch diese „Aneignung“ nicht etwa entfremdet oder verstümmelt, haben NICHTS verloren. Im Gegenteil ist die Pizza eines der beliebtesten Gerichte auf der Welt, weiß JEDER, dass diese aus Italien stammt, pilgern GERADE DESWEGEN jedes Jahr Millionen und Abermillionen in die Heimatstadt der Pizza, um das Original zu genießen.

Auch Winnetou ist so ein Fall. Durch die Bücher, die Filme, die Zeichentrickserien, due zahllosen Filmdarstellungen wurden Indianer und ihre Herkunft NIE verunglimpft. Auch hat ein Karl May dadurch keine Unsummen an Geld gemacht (blicken wir gerade einmal in Richtung Twitch und YouTube, beschauen wir uns die „Top 3“ der größten Persönlichkeiten auf diesen Plattformen und was diese so monatlich auf ihr Konto bekommen, obwohl sie – neutral betrachtet – primär kurzweilige, hohle Grütze abliefern. Das, was eben jene pro WOCHE an Umsatz machen, hat ein Karl May zu seinen besten Zeiten nicht einmal im JAHR gehabt. Was er jedoch erreicht hat, ist eben, dass eine Kultur, die durch die Verbrechen der ehemals europäischen Einwanderer in die heutigen USA nahezu ausgerottet wurde und heute nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Mehr noch ist das Interesse und der Blick auf ihre Geschichte und die Kriegsverbrechen, die an ihnen begangen wurden, dadurch überhaupt erst in den Vordergrund gerückt worden. Vor DIESEM Hintergrund erscheint die Forderung, die Bücher und Filme nicht mehr anzusehen, nicht mehr zu verlegen und am Besten aus der Erinnerung der Menschen zu tilgen, doppelt dämlich.

Doch es endet ja nicht dort. Die Begrifflichkeit „kulturelle Aneignung“ ist auch sonst von Grund auf falsch, denn die Verurteilung dessen fügt einen Keil in den Integrationswillen von Zuwanderern. Genau so etwa bilden sich harte Grenzen und Inseln, wird jede Annäherung auf sozialer Ebene verhindert. Ohne diese hätte Österreich nie den Kaffee und die Kaffeekultur für sich entdeckt, weiterentwickelt und weiten Teilen der Welt eröffnet. Ohne diese wären Klassiker wie die Currywurst, der Döner, Risottoreis, Avocados und selbst die Kartoffel, geschweige denn die Pommes Frites, gar nicht existent – um einmal nur beim Essen zu bleiben. Selbst unsere Sprache ist ein Mix aus verschiedenen Sprachen, Ländern, Kulturen. Wir Menschen LEBEN davon, dass wir Teile aus allen Ecken der Welt nehmen, sich diese Teile gegenseitig langsam miteinander vermischen und daraus dann eine Kombination und schließlich etwas Neues erwächst. So geht Völkerverständigung – indem jeder vom anderen einen Teil annimmt, sich anpasst und ein sogenannter „Common Ground“ geschaffen wird.

All das würden wir verlieren, wenn wir „kulturelle Aneignung“ ächten würden. Sie ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil ist sie fester Bestandteil unserer Natur. Etwas, das wir mögen, zu kopieren, neu zu interpretieren, ist kein Stehlen – derjenige, von dem wir es haben, hat dadurch nicht weniger, sondern wird durch die Neuinterpretation sogar geadelt. Im Idealfall bildet dieser Versuch sogar die Möglichkeit, dass beide Seiten ins Gespräch kommen, einander ihre jeweiligen Versionen – Original sowie Interpretation – gegenseitig durch die jeweils eigenen Erkenntnisse verbessern, so aneinander wachsen und sich gegenseitig voran bringen, gemeinsam besser und größer werden.

Der EINZIGE Personentyp, der etwas gegen „kulturelle Aneignung“ haben könnte, ist DIESER hier:

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Was braucht ihr eigentlich noch als Beweis?

Über 800 Sonnenstunden in diesem Sommer – 200 mehr als im Durchschnitt. Die Zahl der Sommertage – bis vor den 90er Jahren waren etwa 40-50 Tage mit Temperaturen über 25 Grad normal – sind mit fast 100 schon auf Platz 3 und ganz knapp hinter 2003 oder gar 2018 mit ihren 103 bzw. 115 Sommertagen (aber wir sollten dabei nicht vergessen, dass es bis in den Oktober rein noch über 25 Grad bekommen kann).

Die Kategorie „Hitzetag“ wurde dabei erst vor gut 30 Jahren eingeführt – vorher waren Tage, an denen es deutlich über 30 Grad hatte, so selten, dass selbst die DIN-Norm für Klimaanlagen als absolute Höchsttemperatur für Außeneinheiten lediglich 33 Grad vorsah (jetzt wissen wir auch, warum die ICEs zu Backröhren wurden und reihenweise Klimaanlagen verendeten). So etwas wie „tropische Nächte“ gab es damals, in meiner Kindheit, gar nicht. Wobei ich noch hinzufügen muss, dass Zecken hier bei uns in NRW auch erst seit gut 20 Jahren ein echtes Problem darstellen – denn vorher war es für die schlicht zu kalt, waren sie etwas, das in Bayern und allem, was südlich davon lag, üblich war. Mittlerweile können wir indes auch darüber nur lachen, fühlen sich Tiere wie die Nosferatu-Spinne hier in unseren Breitengraden pudelwohl. Tiere, die bisher lediglich in Afrika heimisch waren und dort aufgrund des Klimas überleben konnten, haben es nun also auch hier geschafft, eine Zuflucht zu finden.

Währenddessen gehen die Pegel der Flüsse europaweit von Tiefwasserrekord zu Tiefwasserrekord, heizt sich das Mittelmeer auf über 30 Grad auf, werden Badestrände aufgrund von massenhaften Blaualgen gesperrt und bangen Getränkehändler um ausbleibende Trinkwasserlieferungen. Oder, um es kurz und knapp zu sagen: Auf den „Klimawandel“ brauchen wir nicht mehr zu warten, er ist schon lange da.

Jetzt wird der bierbäuchige Reichsbürger oder Zentralrat der Fliesentischbesitzer garantiert meckern und anmerken wollen, dass „es früher auch mal warm“ war und „Im Sommer wird es halt heiß und trocken“ bedacht werden sollte. Tjaja – jenen Personen möchte ich dann einmal zu bedenken geben, dass sie ihre Hopfenkaltschale wohl zukünftig NICHT mehr aus deutschen Landen genießen können werden, denn wie ich von meinem ortsansässigen Brauer erfahren durfte, verträgt Hopfen diese Hitze noch viel weniger als Mr. Frosty. So war es bei ihm (dem Brauer, nicht Mr. Frosty) dieses Jahr eine Premiere, dass der lokal angebaute Hopfen durch die Hitze und TROTZ regelmäßiger und großzügiger Bewässerung, fast gänzlich eingegangen ist, die Hitze nicht überlebt hat und die Ernte entsprechend…mager war. Auch die Winzer ächzen, ernten WEIT früher als bislang, rechnen mit einer viel schlechteren, magereren Ausbeute. In Zukunft wird es hier wohl schlicht zu trocken und zu heiß für Wein oder Hopfen werden, muss man sich in nördlichere Regionen umorientieren, um noch ausreichend Ertrag gesichert zu bekommen. Jahrhunderte und Jahrtausende von Anbau- und sonstiger Tradition verenden so in den folgenden Hitzewellen.

„Ja, kann man halt nix machen“ antworten da die meisten und leben unverändert weiter. Wieder andere erkennen zwar das Problem und finden auch, dass man da doch IRGENDWAS machen müsste – aber die eigenen Verhaltensweisen und Routinen einmal zu hinterfragen…nein, das geht nicht. Habe ich, nebenbei gesagt, auch bei meiner Freundin erlebt, die beim Spülen in der Küche ganz selbstverständlich hunderte Liter Wasser durch den Abfluss rauschen lässt, großzügig mit Papierhandtüchern umspringt und das Angebot, doch ein waschbares Stoffhandtuch zu nehmen, ohne einen Gedanken an die Auswirkungen des eigenen Handelns zu verschwenden, freundlich abgelehnt hat. Ich unterstelle hier keinerlei Absicht – im Gegenteil regt sie sich ja selbst über das auf, was passiert – aber sehr wohl eine gewisse Alltags-Blindheit. Es ist die fehlende Selbstreflexion, die noch das größte Problem bedeutet. DIE wiederum halte ich für die größte, gesellschaftliche Herausforderung der Neuzeit. Ob wir es noch schaffen, diese zu überwinden, bevor das Klima (sowohl gesellschaftlich, wie auch ökologisch) so lebensbedrohlich wird, dass wir um unsere Existenz bangen müssen? Ich habe so meine argen Zweifel daran…

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Ein Sprichwort, das sich immer wieder bewahrheitet

Es gibt ein schönes Sprichwort, das man sich einprägen sollte:

Ganz gleich, wie weit ein Esel auch wandern mag, er wird niemals als Pferd zurückkehren

Es gibt Leute, die regen sich über Unternehmen wie Facebook, Twitter und deren übrige Tochterunternehmen auf. Ja, ich gehörte da auch zu und ärgere mich auch heute noch regelmäßig über das, was diese Unternehmen so verzapfen. Allerdings bin ich schon einen entscheidenden Schritt weiter, denn ich habe akzeptiert, WARUM diese Unternehmen so sind, kenne den Grund – und weiß auch, mich mit diesem Grund zu arrangieren. Das ist gleichzeitig der Grund, warum ich bei keinem dieser Unternehmen mehr aktiv bin – denn wäre ich es, würde ich mich versuchen, mit dieser Motivation zu arrangieren:

Es geht nicht um die Nutzer. Es geht um Kommerz und um die schnellen Trends. Denn DIE erzeugen Klicks, erzeugen, Page Views, erzeugen Aufmerksamkeit und locken damit Nutzer auf die Plattform, damit sie dort ihre Daten lassen, die man an Unternehmen vermarkten kann, um sich noch genauer auf diese Menschen einstellen zu können. Man lenkt die Menschen am Nasenring durch die Manege, führt sie auf den Pfad, den man gern selbst beschreiten will, um maximalen Profit an ihnen zu machen.

Dieser Pfad ignoriert gesellschaftliche Standards. Deswegen florieren Hass und Hetze auch so unkontrolliert auf den Plattformen, wird nicht gelöscht, sondern im Gegenteil von den Plattformen sogar noch Öl ins Feuer gegossen. Und deswegen dominiert auf diesen Plattformen der Plastik-Mainstream-Look von Bildern und Kunst, sind wahre Meisterwerke kurzweilig, werden Künstler dazu getrieben, Müll wie ProCreate und den Schund von Apple zu kaufen und damit noch mehr von dem immer gleichen und gänzlich austauschbaren „Kunstwerken“ zu erschaffen, die letztlich zwar noch einen Funken Kreativität besitzen, im Kern aber eher digitales, künstlerisches Fast-Food sind: Macht für den Augenblick satt, hat von allem, was Schlecht ist, viel zu viel, von den guten Dingen viel zu wenig – und nach spätestens einer halben Stunde willst du wieder was Frisches, ist das Vorherige vergessen.

Die Netzwerke leben von der Kurzweiligkeit, vom Kurzzeitgedächtnis. Wer dieses zu reizen weiß, der hat Erfolg. Wer jedoch längerfristig und nachhaltig Erfolg haben will, geht unter. So ist es auch nicht überraschend, dass lediglich die schrillen, lauten und überzeichneten Charaktere viel Aufmerksamkeit erlangen, die stillen, kreativen Schätze dagegen untergehen. Und ganz gleich, was eine der beiden Seiten auch versuchen mag – sie werden niemals auf die andere Seite wechseln können. Denn wie auch der Esel können sie eben nicht aus ihrer Haut fahren und zu etwas gänzlich anderem werden. Das zu akzeptieren und einen eigenen, einen GUTEN und RICHTIGEN Weg zu suchen, wäre der einzig richtige Weg. Denn die Plattformen oder die anderen Menschen zu ändern, wird niemandem gelingen.

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Eine Geschichte von Lügen und Wahrheiten

Ich möchte diesen Beitrag mit einem Gleichnis beginnen:

Und so fragte der Tod das Leben: „Sag mir, warum hassen mich alle, aber lieben dich so vom ganzen Herzen?

Darauf antwortete das Leben: „Weil ich die schöne Lüge bin. Du dagegen bist die hässliche Wahrheit.“

Ich habe ja einmal gefragt, ob Menschen Lügen „gut“ oder „okay“ finden. Tatsächlich ist es so, dass die Lüge bei uns gesellschaftlich vollkommen akzeptiert ist.

Die Rheinische Post hat vor gut 15-20 Jahren einen schönen Werbespot im Kino gezeigt – mit Alltagslügen, wie wir sie alle nahezu alltäglich serviert bekommen. Von einem „Nein Schatz. Das Kleid macht dich nicht fett“ bis zu einem „I had no sexual relation with that woman“ oder gar „Ich steh hier schon wenn du über den Bock springst. Dir kann nichts….passieren….“ – so ziemlich alles dabei. Und alle haben sie eines gemeinsam: Sie beruhigen, sie dienen dazu, Wogen zu glätten und Streit zu vermeiden. Sie sind quasi die Notausgangstür aus Diskussionen, die man nicht führen will.

Nun ist der Notausgang aber eben grundsätzlich genau das: Ein Notausgang. etwas Provisorisches, das zahlreiche andere Konsequenzen nach sich zieht. Man löst, wenn man ihn nimmt, keine Probleme, sondern weicht ihnen aus. Sie sind dadurch aber nicht weg – im Gegenteil sogar, denn so besteht sogar das Risiko, dass diese Probleme unentdeckt bleiben und größeren Schaden anrichten können.

Beispiel gefällig? Nehmen wir mal Heilpraktiker als Beispiel, die von jemandem mit Krebs aufgesucht werden. Innerlich weiß er, dass dieser Patient dringend in kompetente, medizinische Behandlung gehört. Dennoch lügt er, verschreibt ein paar Zuckerkügelchen und sagt etwas wie „damit werden sie wieder gesund“, weiß aber dennoch sehr gut, dass der Patient eben NICHT durch den Zucker gesunden wird. Die Chance, ihm zu helfen und ihm den richtigen Weg zu weisen, hat er vertan. Die Konsequenzen kann man sich denken.

Aber es muss nicht immer so radikal sein – wobei, kommt auf die Sichtweise an – und um Leben und Tod gehen. Ich nehme bspw. einmal den Vorwurf, der mir, als ich es erläutert habe, vor den Kopf geworfen wurde: Was, wenn ein Freund von mir sich für einen Weg entscheidet, von dem ich absehen kann, dass er langfristig in seinen Ruin führt, ihm dieser Weg aber Spass macht? Würde ich ihm sagen, dass es eine dumme Idee ist, oder lügen?

Auch hier ist die Antwort klar: Ich würde meine Sicht der Dinge und Bedenken zum Besten geben. Denn wie schon gesagt: Der Weg führt in den Ruin, auch wenn es kurzfristig vielleicht „Spass“ machen könnte. Denn DAS ist das Problem: So gut wie alles, was schlecht ist, macht am Anfang Spass, hat aber sehr drastische Folgen. Drogenkonsum gehört dazu (ich bezweifle nämlich, dass jemand Meth konsumiert, weil er sich dadurch eine schönere Aussicht auf seine Zukunft vorstellt), toxische Beziehungen oder leichtfertig gefällte Lebensentscheidungen ebenfalls.

Indem man in solchen Situationen lügt, spart man sich die Diskussion um die Hintergründe, um das Für und Wider, spart man sich viele Emotionen und Streit – aber man verspielt die Chance, jemanden vor einem Fehler zu bewahren, der im Zweifelsfall WESENTLICH schwerer und tiefgreifender wäre, als jeder Streit es jemals sein kann. Deswegen bin ich auch der Überzeugung, dass wirkliche, echte Freunde sehr wohl genau solche Dinge ansprechen und eher die Finger in die Wunde legen, als es ein Fremder jemals tun würde. Denn Freunde behält man länger, erleben im Zweifelsfall das bittere Ende der Lüge noch, während ein Fremder sich nur die Harmonie und schöne Zeit für den Moment der kurzen Zeit auskostet – denn Folgen muss man ja nicht mehr fürchten. Bis DAHIN ist derjenige, den sie treffen würden, schon lange wieder aus dem eigenen Leben verschwunden.

Das ist meine Überzeugung. Es hat mir einige Probleme in meinem bisherigen Leben gebracht – insbesondere deswegen, WEIL die Tatsache, dass „Lügen“ als so viel „besser“ und gesellschaftlicher akzeptiert ist – aber Harmonie um jeden Preis ist für mich zu teuer erkauft.

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Wir Männer haben es ja sooo leicht…

Obacht – das hier wird ein Rant. Einer, der aus MEINER persönlichen Sicht der Dinge ist. Wer mit anderen Meinungen als der eigenen nicht umgehen kann – direkt wieder wegklicken.

In den Medien und insgesamt auch in der Gesellschaft wird es gern so dargestellt, als wäre alles in der Welt für den Mann gebaut worden. Selbst das Schlagwort „Patriachat“ ist häufig in aller Munde. Und auch, wenn die Personen, auf die es angewendet wird, häufig männlich sind – ich würde es mit einem einfacheren und gleichzeitig geschlechtsneutralen Begriff umfassen: „Alte Arschlöcher in Machtpositionen“. Denn nein, etwas in Richtung Exklusivität darauf, anderen das Leben schwer zu machen, ist schon LANGE keine Domäne der Männer mehr.

Aber gehen wir einmal ein paar Stufen zurück, schalten einige Gänge runter, blicken wir in den Alltag – und wo es Männer „überall leichter“ haben sollen. Das beginnt schonmal mit den eigenen Parkplätzen für Frauen (Frau will ja schließlich nicht Angst haben, von einem übergriffigen Mann gepackt zu werden. Das Männer nicht weniger häufig überfallen oder sexuell belästigt werden (jaja, ich höre schon Leute kichern. Traurigerweise gibt es kaum echte, greifbare Statistiken dazu. Primär deswegen, weil diese Tatbestände schlicht nicht erfasst werden. Und natürlich auch, weil Mann sich für sowas schämt – eben gerade WEIL die Reaktion darauf das bekannte kichern ist)) und endet am Ende mit Stellenanzeigen wie „Frauen werden bei gleicher oder ähnlicher Qualifikation bevorzugt“.

Schauen wir beim Einkauf – eine Drogerie wie bspw. ein DM ist primär auf die Damen da draußen zugeschnitten. Artikel für die Männerpflege sind zumeist irgendwo in einer dunklen Ecke vergraben, bestehen meist lediglich aus einem Regal, in dem kurzerhand und der Einfachheit halber alles zusammengefasst wurde, während für die Damen der Rest des Ladens reserviert ist. Auch bei Bekleidungsgeschäften, Schuhgeschäften und dergleichen wird Mann genötigt, erst quer durch die Damenabteilung zu laufen, ehe er etwas für sich findet. Schaufenster mit Herrensachen? Pff – wozu denn?

Sieht man sich die Ausrichtung der Märkte an, sollte man meinen, die Mehrheit der Menschen wäre weiblich, auf dem Arbeitsmarkt aber soll diese einerseits vermeintliche Mehrheit dann bevorzugt werden und bekommt im Umkehrschluss, laut offizieller Statistiken, durchschnittlich weniger Gehalt als ein Mann. IRGENDWAS stimmt da doch nicht, oder?

Schalten wir noch einen Gang zurück, blicken wir auf das Zwischenmenschliche, auf Flirt und auf das Zusammenkommen zwischen Männlein und Weiblein. Denn ja, HIER kann ich durchaus aus eigener Erfahrung berichten.

Vorab möchte ich anmerken, dass ich kein Macho bin. Prolls, Aufschneider, Großmäuler – solche Leute sind mir Zuwider, obwohl ich durchaus um ihre Existenz weiß. Persönlich würde ich mich als einen durchschnittlichen Menschen ansehen. Jemand, der sich bemüht, „gut“ zu sein, so man dafür eine globale Definition denn finden kann. Als ein solcher Mensch ist die Interaktion mit der Damenwelt mehr oder minder ein Tanz auf der Rasierklinge: Ein Schritt zu weit links oder rechts und du fällst runter, zu viele Schritte genau auf dem Grat und du tust dir garantiert weh. Ergo: Ganz gleich, was du machst, du wirst dir GARANTIERT irgendwas einbrocken und dir weh tun. Die Frage ist also nicht das Ob, sondern nur das Wann oder das Wie heftig?

Die guten Männer haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind eher leise, prahlen nicht mit dem, was sie haben, leben mit der Hoffnung darauf, dass es schon alles mit den rechten Dingen zugehen wird, ihr Leben. Damit schwimmt man gerade so in der Masse mit – und geht in ebendieser leider recht schnell unter. Nein, das ist kein Gejammer, es ist einfach nur Fakt, ebenso wie die Tatsache, dass auf eine flirtwillige Dame da draußen gefühlt 25 Männer kommen. Bei dieser Gelegenheit will ich auch einmal aufklären, warum einige Kerle so sind, wie sie sind: Es ist der Versuch, diese 24 anderen Kerle IRGENDWIE beiseite zu drängen und der EINE zu sein, der vorn als erstes den Zettel mit der Nachricht überreicht, während ebendieser von hinten von mindestens fünf anderen die Brieföffner in die Rippen gestochen bekommt. Das wiederum erklärt auch, warum viele Kerle auf Flirtbörsen oder bei anderer Kontaktaufnahme so entgleisen (es entschuldigt das natürlich nicht – aber „verstehen“ und „Verständnis“ sind zwei unterschiedliche Dinge. Im konkreten Fall rede ich von Ersterem. Was man mit dem Wissen macht, ist jedem selbst überlassen). Wenn man jetzt noch bedenkt, dass etliche Kerle teils sogar Geld für diese Chancen bezahlen (wissen die meisten Frauen wahrscheinlich gar nicht. Für die ist nämlich das meiste diesbezüglich kostenlos. Kein Wunder: Sie sind ein rares Gut – und die „Ware“, mit denen jene Plattformen ihr wahres Geld machen. Sie sind sogar so rar, dass diese Plattformen extra Fake-Profile erstellen und von Moderatoren verwalten lassen, nur damit die Herren einerseits vermeintliche „Beute“ machen können und andererseits mehr Geld zahlen), wird klar, dass da irgendwas schief hängt.

Gerne würde ich eine Lösung des ganzen anbieten – kann ich aber nicht. Ich habe meiner Freundin schon gesagt, dass ich diesbezüglich viel zu sehr auf Gleichberechtigung getrimmt bin bzw. wurde – meiner Meinung nach sollten Mann und Frau (und jede x-beliebige Kombination oder Abwandlung) die gleichen Rechte und auch die gleichen Pflichten haben. Wäre dem wirklich so, gäbe es solche Probleme wahrscheinlich nicht. Das sie DENNOCH existieren, ist für mich Beleg: Es ist noch ein weiter Weg…

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für WIE blöd halten die Spam-Versender die Menschen eigentlich?

Ja, ich weiß, der „übliche“ Ansatz bei Spam-Mails ist der sogenannte Shotgun-Approach. Wer die Analogie nicht versteht: Eine Shotgun – zu deutsch: Schrotflinte – verschießt eine Kanisterladung mit vielen, vielen, kleinen Schrotkügelchen, die sich binnen kürzester Zeit SEHR stark verstreuen und damit ein SEHR großes Zielgebiet abdecken. Wenn man weit genug zielt, kann man so eine ZIEMLICH große Fläche abdecken und DENNOCH zumindest IRGENDWAS treffen.

Allerdings – auch bei einer Schrotflinte muss man zumindest grob in die Richtung eines etwaigen Ziels zielen können. Und naja, was soll man zu manchen Spam-Mails noch sagen, die SO aussehen:

Dass das FBI erstmal NUR für die USA zuständig ist und es dort keinen CEO gibt (sowas ist eine Position, die für UNTERNEHMEN in den USA bzw. allgemein amerikanisch angehauchter Unternehmensstruktur anwendbar ist. Bei einer BEHÖRDE dagegen sieht es nochmal anders aus mit der Struktur. Dort heißt er „Director“), warum dieser mit einem gmail-Account und nicht etwa mit seinem .gov-Account schreibt und WESHALB dieser Account auf einen Jeremy R. Mazzam läuft, der entweder aus Brasilien, Malaysia oder Indien kommen dürfte, würde dem geneigten Leser solcher Mails sofort auffallen (warum er die Mailadresse fbidirectorchristopherwray2022, die sich in den Tiefen des Quelltextes der Mail versteckt, nicht genutzt hat, wird wohl sein persönliches Geheimnis bleiben. DIE wäre zumindest ETWAS vertrauenswürdiger gewesen).

Geht man weiter, kommt das „übliche“ für solche Spam-Mails: Viel zu viele Absätze, einige sehr seltsame, englische Grammatik (Englisch ist also gewiss nicht seine Muttersprache. Malaysia scheidet aus -dort spricht man ein recht gutes Englisch. Und auch in Brasilien kann man das mittlerweile. Bleibt also wieder mal nur Indien) und schließlich sowas hier:

Spätestens an DIESER Stelle sollten bei einem beide Augenbrauen nach oben wandern, denn hier sieht man, dass die Mal so GAR KEINEN Sinn mehr ergibt. Denn WARUM ZUM GEIER sollte sich der FBI Direktor (der sich selbst CEO nennt) und damit der alleroberste der Behörde für Inlandsverbrechen PER MAIL an eine ganze Liste an Mailempfängern wenden (die Mailadresse hat er also ja schon – und mit der Antwort würde man bestätigen, dass es die richtige Mailadresse ist), diese ERNEUT um ihre Mailadresse bitten und SÄMTLICHE Informationen, die er haben MÜSSTE, wenn er meint, er habe MEINE Ablagebox da in Händen, erneut anfragen?

Sicher, es gibt den Köder mit einer hohen Geldsumme am Anfang, aber wenn man sich die Mail auf der Zunge zergehen lässt, sieht man doch, dass es schlicht und ergreifend einfach nur von vorn bis hinten Käse ist, auf den keiner reinfallen DÜRFTE.

Aber hey, keine Sorge: Solche Idiotie gibt es nicht nur im englischsprachigen Bereich. Auch deutsche Versender dieses Blödsinns bekommen ihre Mailadressen nicht richtig hin.

Kurzum: Ja, der Spam ist immer noch in Massen vorhanden. Allerdings ist die Qualität des Spams mittlerweile sogar NOCH niedriger, als man früher bereits davon erwartet hat. Die Definition eines „Shotgun-Approach“ passt daher schon deswegen nicht mehr, weil mittlerweile nicht einmal mehr das grobe Zielen übernommen wird. Ich möchte daher lieber das Bild von einem stumpfen „mit dem Hammer auf einen Holzklotz-Hauen“ bemühen, bei dem man hofft, dass IRGENDWANN und aus IRGENDEINEM Grund dann doch mal rein zufällig eine Nuss auf besagtem Holzklotz landen sollte, die man dann mit dem Hammerschlag knacken könnte. Nur eben, dass dieser Holzklotz in einem Einkaufszentrum steht, in dem weder Nussbäume stehen, noch Nüsse verkauft werden.

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Warum ich YouTube NUR noch mit Werbeblocker besuche (und es JEDEM empfehle)

Ein kleines Vorwort: Mir ist bewusst, dass jetzt einige Content Creators lautstark schimpfen, toben oder fluchen werden. Das nehme ich gern in Kauf, das ertrage ich gern, denn die folgenden Absätze werden dem ausreichend Kontra geben, so dass selbst die cholerischsten YouTuber rot vor Scham anlaufen werden.

Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum: Die Inhalte auf YouTube sind kostenlos*. Nein, dieses Sternchen werde ich jetzt nicht, wie es etliche Verlage, YouTuber oder sonstige Leute mit eher wenig Gewissen nur in einer Fußnote erklären, ich mache es hier: Es entstehen keine MONETÄREN Kosten für den Betrachter, so lange dieser keinen Premium-Account besitzt und damit quasi einen Kauf-AdBlocker bekommt, muss es aber auch nicht, denn Kosten können in Form anderer Ressourcen erhoben werden. Und einige Formen sind lukrativer, als eben andere: Daten und Zeit nämlich.

Google ist eine Datenkrake, das dürfte bekannt sein. Wer Analytics kennt (dazu gehöre ich – wenn auch nur oberflächlich), der weiß, dass man so Trends ablesen kann, gesellschaftliche Kategorien, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung bzw. Identifikation und so weiter und so fort. Amazon geht sogar so weit, dass man anhand von Suchabfragen erahnen kann, ob man eine schwangere Frau vor dem Monitor hat, so dass man genau zur richtigen Zeit Sonderangebote für Babysachen auf die Startseite platzieren kann. All das bewirkt eines: Man kann den Besucher steuern und so, quasi am Nasenring durch die Manege geführt, genau vor das Regal setzen, dass dieser gerne haben will oder haben wollen könnte. Damit wiederum bindet man den Kunden an sich – was etwas äußerst Positives ist. Denn so spart man sich die Werbung – der Kunde wird zum Werbeträger, zum „Botschafter“ für das Unternehmen. Man spart somit die Werbung, die dann wiederum andere bei einem selbst schalten wollen.

Und damit kommen wir zum zweiten Faktor: Zeit. Denn ja, Wenn man sich EIGENTLICH nur ein 3-Minuten-Video ansehen will, dafür aber erst eine Minute Werbung ansieht, dann nimmt sich YouTube eben diese eine Minute einfach, ob man es nun will oder eben nicht. Und „Zeit ist Geld“ gilt eben nicht nur bei Goblins in WoW, es gilt auch in der Realität. Denn Zeit ist begrenzt – wir haben nur so viele Minuten pro Tag, die wir „produktiv“ nutzen können, die wir für unsere Freizeit oder andere Dinge, die uns wichtig sind, aufwenden. Ein Anbieter, der sich bei dieser begrenzten Ressource zu sehr bedient, der wird schnell als Störfaktor empfunden.

Gerade dieser letzte Faktor – nämlich ZEIT – ist es, der mich hochgradig ärgert. Denn wie ich schon sagte: 3 Minuten Video, 1 Minute Werbung – das ist in etwa das Verhältnis, das man mittlerweile bei YouTube serviert bekommt. Damit ist YouTube mittlerweile auf dem gleichen Niveau wie das „Free-TV“ (das ja auch „kostenlos“ ist. Gut, außer dass man für den terrestrischen Empfang mittlerweile eine Jahresgebühr bezahlen muss. Und das man keine Aufnahmen anfertigen darf (bzw. nur zeitlich begrenzt). Und das man an allen Ecken und Enden noch zu Zusatzleistungen genötigt wird), mit der Ausnahme, dass etlichen Content-Creators nicht einmal dieses Pari-Pari mit dem klassischen Fernsehen (dessen Niveau bspw. die Trends von YouTube schon LANGE unterboten hat. Gute 90% des Contents dort würde ich hier, neudeutsch, locker als „cringe“ bezeichnen oder schlichtweg „peinlich“ nennen) reicht, sie fügen noch etwas in Richtung Patreon, SteadyHQ und Co. hinzu (also nicht als ALTERNATIVE zum Werbung gucken, sondern ZUSÄTZLICH!), widmen zwischen 10-30% ihres Videoinhalts noch EIGENEN Sponsoring-Deals – oder kombinieren einfach mal alles zusammen.

Fassen wir also kurz zusammen: Damit ich mir ein 5 Minuten-Video angucken kann, MUSS ich mir von YouTube am Anfang mittlerweile 2 Werbeclips ansehen, die rund eine Minute laufen. DANN startet das Video mit einem „is sponsored by X“, ein wenig Content, dann ein Kommentar zum Sponsor (auch nochmal rund eine Minute), dann am Schluss NOCHMAL ein Werbeclip und schließlich noch ein Verweis auf den Merchandising-Store des Kanals, dessen Patreon oder Ähnliches. Kurzum: Werbegehalt jenseits der 50%. Böse Zungen könnten sagen: Wenn man sich eine Dauerwerbesendung von QVC und Co. ansieht, bekommt man weniger Werbung und mehr Unterhaltung, als von einem durchschnittlichen YouTube-Kanal.

Ist das Video länger als 10 Minuten, kann der Kanalbetreiber btw. sogar frei fast beliebig viele Werbeclips einstreuen. Gerade diese Bestenlisten-Kanäle nutzen es nur zu gern, produzieren daher mit etwas längeren Vor- und Abspannen Videos, die KNAPP über 10 Minuten laufen, damit sie dann wirklich JEDE VERDAMMTE MINUTE einen Werbeclip von YouTube einstreuen können. Quasi Werbung unterbrochen von Werbung, die Werbung für die Werbung macht, die man vorher in der Werbung gesehen hat. Man könnte auch sagen: Da lässt jemand mit einem 10:03 Minuten langen Clip YouTube Geld für ihn drucken.

Und genau WEIL ich so etwas nicht unterstütze (nein, NICHTS vom oben genannten), nutze ich den Ad-Blocker. Nicht, weil ich dem YouTuber seinen Umsatz nicht gönne (bis auf den mit seinen Top-Listen. DIE dürfen meinetwegen gern in der Hölle schmoren. Aber nur auf kleiner Flamme, bitte), sondern weil ich keine Lust habe, 90% meiner Zeit mit belangloser Werbung zu verschwenden und dann teils lieblos hingeklatschte Videos ertragen zu müssen. Denn Dinge wie „Es wird ja für die User gemacht“ ist schon lange nicht mehr der Fall. Im Gegenteil.

Wenn sich jetzt noch einer dieser Creators über mich aufregen sollte, dann sei diesem gesagt: IHR habt angefangen! Das hier ist lediglich Selbstverteidigung!

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Warum die neuen Star Trek-Serien nicht funktionieren (abgesehen von Lower Decks)

Ich bin ja durchaus ein Mensch, der gerne Science Fiction in all seiner Pracht genießt und sich damit auseinandersetzt. Etliche meiner Geschichten, mein Buch und alles, was davor und danach kommt, ist in eben jenem Genre angesiedelt (mehr oder weniger). Und neben Star Wars ist Star Trek mit eine der größten Namen in dem Metier.

Nun sind die neuen Filme und Serien in den beiden, großen Universen aber alles andere als „gut“, wobei man hier natürlich primär meine Meinung sowie auch die von Fans der Universen und Serien betrachtet. „Neue“ Fans, die bspw. die originalen Serien oder auch „The Next Generation“ nie gesehen haben, empfinden die Filme und die Serien dagegen als „gut“ und bewerten sie positiv. Auch die professionellen Kritiker lehnen sich gegen den Trend der meisten Zuschauer und vergeben „tolle“ Bewertungen. Wie das sein kann, wo das Problem liegt und ob denn die alten Fans einfach nur dumm oder stur oder sonstwie unfähig sind, sich auf neue Dinge einzulassen – das ist einer der Punkte, die ich überlegt habe. Und mittlerweile bin ich zu einer Antwort gelangt: Es liegt an den Fans UND an den Filmen bzw. den Serien. Aber anders, als die Kritiker der Fans wohl denken.

Star Trek war immer eine Abenteuerserie, in gewisser Weise auch „Space Opera“, um einen englischen Fachbegriff zu verwenden. Fokus liegt hier primär auf den Charakteren, deren Geschichten, Wendungen, Beziehungen zueinander und dem jeweiligen Abenteuer bzw. Abenteuern, die sie gemeinsam durchleben. In gewisser Weise trifft das auch auf Star Wars zu – nur das hier die Handlung eher an Märchen angelehnt ist, während bei Star Trek durchaus erwachsenere Themen wie Politik, Wissenschaft und Medizin in den Vordergrund gebracht werden. Doch all diese Dinge sind niemals einfache, leere Worthülsen (auch wenn mittels Technobabble viel Pseudo-Technikbegriffe den Anschein erwecken), sondern lediglich das Mittel zum Zweck, um die Charaktere näher zu bringen. Entsprechend sind auch die Kameraeinstellungen gewählt: Nahezu immer hat man es mit Totalen oder mindestens zwei Charakteren gleichzeitig im Bild zu tun, liegt der Fokus auf den Interaktionen ebendieser. Die Spannung wird durch das, was die Charaktere da gerade erleben und selbst mental durchmachen, erzeugt.

Sehen wir uns jetzt Serien wie „New Worlds“ dagegen an – actiongeladene Szenen mit Nahaufnahmen von jeweils einer Person, alles wackelt, Lens-Flares, Unruhe, Action überall. Diese Einstellungen und Techniken haben nichts mit einer „Space Opera“ oder einer Abenteuerserie zu tun. Es sind die Stilmittel des Actionfernsehens, der Actionfilme. Und hier liegt der Hase im Pfeffer.

Ein TNG hat erst etliche Folgen bis Staffeln gebraucht, um in den Herzen der Fans anzukommen. Charaktere muss man erst kennenlernen, ihre Hintergründe nachvollziehen können, sich in sie hineinversetzen können – all das braucht Zeit, es dauert und kostet Aufwand. Drei Dinge, die Arbeit machen und gute, ordentliche Drehbücher erfordern, damit man eben diese glaubwürdigen Charaktere, die mehr als nur eine Dimension besitzen, erschaffen kann. Genau solche Charaktere aber gibt das Produktionsbudget vieler Serien scheinbar nicht mehr her – die Gelder werden für CGI und Spezialeffekte gebraucht wie es scheint. Action ist nun einmal „relativ“ billig und schnell produziert – schreib eine Konfliktsituation, einen Kampf, lass es schön knallen und fertig ist eine weitere Folge.

Und hier kommen wir zu dem Grund, warum die Trekkies und die anderen „Fanboys“ und „-Girls“ so sauer sind, andere dagegen nicht: Erstgenannte KENNEN noch Filme und Serien MIT guter Charakterentwicklung, sehen die kleinen Nebensächlichkeiten, die auftauchen und erfreuen sich ebendieser, fühlen bei Konflikten zwischen Spezies ganz ohne Explosionen den Zündstoff, der im Raum schwebt. Es ist wie mit Horror – auch hier haben viele die Funktion schlicht nicht verstanden und quälen den Zuschauer mit Jumpscares oder unlogischen Momenten, nur damit eben die erdachte Handlung IRGENDWIE funktioniert.

Jene Fans, die einmal die Möglichkeiten von früher gesehen haben, sehen nun, was möglich gewesen WÄRE, was aber nicht möglich gemacht wurde und WIRD – zugunsten einer viel schnelleren, hohleren Serie, die ihren Fokus auf Action legt. Und so ist es schon fast peinlich-lustig, dass gerade Lower Decks – eine Serie mit EXTREM niedrigem Budget und keinerlei Anspruch, ernst genommen zu werden, genau das richtig macht, was Trekkies sich so sehr wünschen: Glaubwürdige Charakterentwicklung und -interaktion.

Star Trek und Star Wars sind jeweils Settings. In der Theorie könnte man die Charaktere in jedes x-beliebige Setting setzen, es würde dennoch funktionieren (wurde bei Star Trek ja schon oft gemacht…im Holodeck, im Rahmen von Zeitreisen, von komischen Aliens gesteuert oder durch sonstige, äußere Einflüsse), denn die Charaktere sind das Herz, die eine Geschichte vorantreiben. Wer allerdings nur den Rahmen erneuert, aber kein Herz hineinpflanzt, der hat zwar einen schönen Rahmen, aber eben ein totes Werk ohne Leidenschaft – und damit genau das, was wir aktuell haben.

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