Zum Inhalt springen

Wir Männer haben es ja sooo leicht…

Obacht – das hier wird ein Rant. Einer, der aus MEINER persönlichen Sicht der Dinge ist. Wer mit anderen Meinungen als der eigenen nicht umgehen kann – direkt wieder wegklicken.

In den Medien und insgesamt auch in der Gesellschaft wird es gern so dargestellt, als wäre alles in der Welt für den Mann gebaut worden. Selbst das Schlagwort „Patriachat“ ist häufig in aller Munde. Und auch, wenn die Personen, auf die es angewendet wird, häufig männlich sind – ich würde es mit einem einfacheren und gleichzeitig geschlechtsneutralen Begriff umfassen: „Alte Arschlöcher in Machtpositionen“. Denn nein, etwas in Richtung Exklusivität darauf, anderen das Leben schwer zu machen, ist schon LANGE keine Domäne der Männer mehr.

Aber gehen wir einmal ein paar Stufen zurück, schalten einige Gänge runter, blicken wir in den Alltag – und wo es Männer „überall leichter“ haben sollen. Das beginnt schonmal mit den eigenen Parkplätzen für Frauen (Frau will ja schließlich nicht Angst haben, von einem übergriffigen Mann gepackt zu werden. Das Männer nicht weniger häufig überfallen oder sexuell belästigt werden (jaja, ich höre schon Leute kichern. Traurigerweise gibt es kaum echte, greifbare Statistiken dazu. Primär deswegen, weil diese Tatbestände schlicht nicht erfasst werden. Und natürlich auch, weil Mann sich für sowas schämt – eben gerade WEIL die Reaktion darauf das bekannte kichern ist)) und endet am Ende mit Stellenanzeigen wie „Frauen werden bei gleicher oder ähnlicher Qualifikation bevorzugt“.

Schauen wir beim Einkauf – eine Drogerie wie bspw. ein DM ist primär auf die Damen da draußen zugeschnitten. Artikel für die Männerpflege sind zumeist irgendwo in einer dunklen Ecke vergraben, bestehen meist lediglich aus einem Regal, in dem kurzerhand und der Einfachheit halber alles zusammengefasst wurde, während für die Damen der Rest des Ladens reserviert ist. Auch bei Bekleidungsgeschäften, Schuhgeschäften und dergleichen wird Mann genötigt, erst quer durch die Damenabteilung zu laufen, ehe er etwas für sich findet. Schaufenster mit Herrensachen? Pff – wozu denn?

Sieht man sich die Ausrichtung der Märkte an, sollte man meinen, die Mehrheit der Menschen wäre weiblich, auf dem Arbeitsmarkt aber soll diese einerseits vermeintliche Mehrheit dann bevorzugt werden und bekommt im Umkehrschluss, laut offizieller Statistiken, durchschnittlich weniger Gehalt als ein Mann. IRGENDWAS stimmt da doch nicht, oder?

Schalten wir noch einen Gang zurück, blicken wir auf das Zwischenmenschliche, auf Flirt und auf das Zusammenkommen zwischen Männlein und Weiblein. Denn ja, HIER kann ich durchaus aus eigener Erfahrung berichten.

Vorab möchte ich anmerken, dass ich kein Macho bin. Prolls, Aufschneider, Großmäuler – solche Leute sind mir Zuwider, obwohl ich durchaus um ihre Existenz weiß. Persönlich würde ich mich als einen durchschnittlichen Menschen ansehen. Jemand, der sich bemüht, „gut“ zu sein, so man dafür eine globale Definition denn finden kann. Als ein solcher Mensch ist die Interaktion mit der Damenwelt mehr oder minder ein Tanz auf der Rasierklinge: Ein Schritt zu weit links oder rechts und du fällst runter, zu viele Schritte genau auf dem Grat und du tust dir garantiert weh. Ergo: Ganz gleich, was du machst, du wirst dir GARANTIERT irgendwas einbrocken und dir weh tun. Die Frage ist also nicht das Ob, sondern nur das Wann oder das Wie heftig?

Die guten Männer haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind eher leise, prahlen nicht mit dem, was sie haben, leben mit der Hoffnung darauf, dass es schon alles mit den rechten Dingen zugehen wird, ihr Leben. Damit schwimmt man gerade so in der Masse mit – und geht in ebendieser leider recht schnell unter. Nein, das ist kein Gejammer, es ist einfach nur Fakt, ebenso wie die Tatsache, dass auf eine flirtwillige Dame da draußen gefühlt 25 Männer kommen. Bei dieser Gelegenheit will ich auch einmal aufklären, warum einige Kerle so sind, wie sie sind: Es ist der Versuch, diese 24 anderen Kerle IRGENDWIE beiseite zu drängen und der EINE zu sein, der vorn als erstes den Zettel mit der Nachricht überreicht, während ebendieser von hinten von mindestens fünf anderen die Brieföffner in die Rippen gestochen bekommt. Das wiederum erklärt auch, warum viele Kerle auf Flirtbörsen oder bei anderer Kontaktaufnahme so entgleisen (es entschuldigt das natürlich nicht – aber „verstehen“ und „Verständnis“ sind zwei unterschiedliche Dinge. Im konkreten Fall rede ich von Ersterem. Was man mit dem Wissen macht, ist jedem selbst überlassen). Wenn man jetzt noch bedenkt, dass etliche Kerle teils sogar Geld für diese Chancen bezahlen (wissen die meisten Frauen wahrscheinlich gar nicht. Für die ist nämlich das meiste diesbezüglich kostenlos. Kein Wunder: Sie sind ein rares Gut – und die „Ware“, mit denen jene Plattformen ihr wahres Geld machen. Sie sind sogar so rar, dass diese Plattformen extra Fake-Profile erstellen und von Moderatoren verwalten lassen, nur damit die Herren einerseits vermeintliche „Beute“ machen können und andererseits mehr Geld zahlen), wird klar, dass da irgendwas schief hängt.

Gerne würde ich eine Lösung des ganzen anbieten – kann ich aber nicht. Ich habe meiner Freundin schon gesagt, dass ich diesbezüglich viel zu sehr auf Gleichberechtigung getrimmt bin bzw. wurde – meiner Meinung nach sollten Mann und Frau (und jede x-beliebige Kombination oder Abwandlung) die gleichen Rechte und auch die gleichen Pflichten haben. Wäre dem wirklich so, gäbe es solche Probleme wahrscheinlich nicht. Das sie DENNOCH existieren, ist für mich Beleg: Es ist noch ein weiter Weg…

Published inRant

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Seite nutzt Cookies. Ja, das ganze Netz nutzt Cookies, um Dinge wie den Login, Komfortfunktionen und Co. zu realisieren. Das ist allen klar, dennoch braucht es diesen Disclaimer, weil ein paar alte Opas in Brüssel es so wollen.

Datenschutzerklärung