Wo ich herkomme – was ich so alles kenne

Geschichten ausdenken, Geschichten erzählen und Charaktere erschaffen war schon immer eine Leidenschaft von mir. Fasziniert haben mich dabei schon immer die nicht-menschlichen Charaktere, Fantasy und Science-Fiction. Erster Berührungspunkt war dabei mit diesen „netten“ Gesellen und der zugehörigen Serie.

Serien unserer Kindheit: "Die dreibeinigen Herrscher" – Blecherne neue  Welt, leider unvollendet - wie die Dreibeiner uns in den 80ern das Fürchten  lehrten auf TV Wunschliste

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir in meinen jungen Jahren (damals noch recht deutlich unter zehn Jahren jung) diese metallenen Ungetüme, obwohl sie deutlich die „Feinde“ und somit „Gegner“ der Menschen darstellten und diese mehr oder minder versklavten, übermäßig romantisierte und sympathisch fand. Aus heutiger Sicht ist zudem die Handlung überraschend flach. Allerdings – die eine oder andere kreative Idee habe ich mir hier schon früh geholt, um Charaktere „interessant“ und fremdartig aussehen zu lassen.

Bilder und Videos aus der Kategorie „In Game“ - Seite 27 - Vetus Mundus -  ein Ultima Online Freeshard

Meine erste große Spiel-Leidenschaft, bei der ich nicht nur die Freude des gemeinsamen Miteinander-Spielens, sondern auch der Realtreffen verbinden konnte, fand ich dann bei Ultima Online. Allerdings nicht im „originalen“ und damit sehr grind- und RPK (Random-Player-Killer – also das, was in heutigen MMORPGs gern als „PvP“ verkauft wird. Wohl gemerkt: Nicht das, was PvP tatsächlich sein sollte!)-lastig, sondern ein Rollenspiel-Freeshard namens Astaroth. Hier pflegten wir nicht nur ein sehr charakterlich intensives Rollenspiel, bei dem das Gewicht auf Berufen und Völkern lag (die es im originalen Ultima Online so gar nicht gab – alles händisch nachprogrammiert in eine Engine, die nicht wirklich empfänglich für solche Manipulationen war), sondern auch jährliche Realtreffen, bei denen einige in echter Rüstung erschienen, gemeinsam gegrillt, gekocht, gespeist und gecampt wurde. Eine schöne Zeit, wenn ich zurückdenke.

Vom virtuellen Spiel aus fand ich auch Berührung zu DSA (Das Schwarze Auge – eine deutsche Abart von Dungeons&Dragons, in sich allerdings WESENTLICH komplexer und ein wenig anders. Ein klassisches, mittlerweile sehr altes Pen&Paper), kam mit der Runde aber nie wirklich weit – leider.

Über „Horizons-Empire of Istaria“ (DIE Entwicklungsgeschichte ist eine Erzählung für sich. Ehrenwort, da kann man einen halben Roman zu schreiben…) fand ich schließlich meinen Weg in World of Warcraft. Zusammen mit etlichen Freunden, Gildenkollegen und Bekannten erreichten wir einiges. Doch mit den Jahren hat man sich hier immer mehr aus den Augen verloren. Das Leben geht weiter – und ein Spiel, das stark auf Grinding Wert legt (mittlerweile sogar noch stärker als früher finde ich. Aber auch das ist eine Geschichte für sich), erlaubt einem eben nicht mehr, so viel Zeit in der heutigen Zeit „wegzuwerfen“, wie man es früher, als man noch jünger war, getan hat.

Mittlerweile gehört meine Liebe hauptsächlich dem Pen&Paper und insbesondere der Charaktererschaffung. Hier habe ich meine größte Erfüllung gefunden. Selbst die Komplexität der verschiedenen Generatoren für Charaktere schreckt mich nicht mehr – und ich bin selbst über mich erstaunt, wie nach wenigen Minuten, die ich bei dem Grundkonzept eines Charakters verwende, schon eine Hintergrundgeschichte aus den Ärmeln schütteln kann.