Sophos Tazad

Einer der ältesten Charaktere überhaupt, die ich jemals erschaffen habe – und gleichzeitig auch einer, der die meisten Veränderungen über sich ergehen lassen musste, ehe er zu dem geworden ist, was er nun ist.

Seinen Ursprung hatte der Charakter als Nebencharakter in Ultima Online – und wenn ich Nebencharakter sage, dann MEINE ich Nebencharakter: Er war nämlich ein ECHTER Panther und das Haustier einer Hexe, besaß nur durch einen Zauber die Fähigkeit, rudimentär zu kommunizieren.

Dann wurde aus ihm der erste Rollenspielcharakter einem Foren-Rollenspiel. Hier begann dann seine Entwicklung zu dem, was er heute ist. Doch seine Reise war selbst da, vor nun fast 15 Jahren, noch lange nicht abgeschlossen.

Erst als Hauptcharakter in dem Buch, an dem ich nun schon seit meiner ersten AIDA-Reise schreibe (und die war, wenn ich mich richtig erinnere, im Jahre 2013, wobei ich die größten Fortschritte erst in der Karibik und damit im Jahre 2015 gemacht habe) und das ich dieses Jahr endlich finalisieren werde (Gut Ding will Weile haben), wurde er zu dem, was er nun und hier ist: Ein Schamane, ein Gelehrter, ein geborener Anführer, ein Künstler, Freiheitskämpfer und schließlich, in einem ganz anderen Teil des Universums, auch Kommandant eines Großraumers.

Seine Besonderheit ist seine große Nähe zur Natur und den Geistern, denen er mit Respekt gegenüber tritt, die ihm im Gegenzug ebenfalls mit Respekt behandeln und ihm, der ein Wesen, das für sie „zwischen den Ebenen“ steht, schon mehr als einmal den Hals gerettet haben. Es ist diese besondere Verbindung mit den Geistern, die ihm manchmal die Kraft verleiht, Dinge „vorherzusehen“ und auf sie zu reagieren, ehe sie überhaupt erst geschehen sind. In Duellen oder kritischen Kampfsituationen erhöht dies seine Reaktionszeit dermaßen, dass die Werte sogar ins Negative sinken, seine Reaktion noch vor der eigentlichen Aktion bereits beginnt. Die größte Schwäche indes sind sein Mitgefühl, sein Optimismus und sein fester Glaube in das Gute eines jeden Wesens, machen ihn so anfällig für all jene, die manipulieren, die lügen, betrügen und grundsätzlich Schlechtes zu bewirken suchen.

Auch wenn er von adligem Geschlecht ist – zum einen, weil seine Eltern die rechtmäßigen Regenten ihres Reiches waren, er somit ihr Erbe, zum anderen, weil er der erste und einzige Schamane seit Ewigkeiten im Reich der Sari, seiner Rasse, von Geburt an als Anführer und Herrscher über die Geschicke seines Volkes sein soll – tritt er alles andere als arrogant oder gar herrschsüchtig auf. Seine Philosophie ist die des „mit Anpacken“ – und lieber würde er sein eigenes Leben für einen Auftrag oder eine Aufgabe geben, als das eines anderen dafür zu opfern. Das steht zwar im herben Widerspruch zur kalten Logik – ein Anführer, der ein Heer lenkt, ist wichtiger als der Bote, der den Feldherrn nur unterrichtet. Ohne den Boten fließen die Informationen schlechter, ohne den Anführer jedoch wäre das Heer orientierungslos – doch Moral und Emotionen ordnen sich nun einmal nur selten der kalten Logik unter.