Augen – von Natronlauge verätzt

  1. Allgemeines
    Katzen haben Katzenaugen – im Licht also eher schlitzartige, im Dunkeln dafür fast kreisrunde Augen. Und gerade im Dunkeln leuchten diese, wenn sie angestrahlt werden, ermöglichen dem felinen Wesen eine ausgezeichnete Nachtsicht.
    Eigentlich träfe das auch auf Samira zu. Naja – EIGENTLICH…
  2. Was passiert ist
    Es passierte im ersten Jahr ihrer Ausbildung in der Werkstatt. Die Hebebühnen waren belegt, die Klimaanlage von einem Wagen musste gespült werden. Sie wurde zum ersten Mal allein dran gelassen. Da sie nicht lesen konnte, erwischte sie den Kanister mit der konzentrierten Natronlage und verwendete diese nicht, wie es die Anleitung explizit vorsah, stark verdünnt, sondern direkt und unverdünnt, füllte damit das System. Die Lauge fraß sich durch einen der Schläuche, während sie unter dem Wagen lag und etwas anderes zu reparieren versuchte. Als der Schlauch platzte, spritzte die Natronlauge ihr direkt in die Augen. Erst nach ein paar Minuten half man ihr mit Wasser, doch es vergingen Stunden, ehe ihr Chef sie zum Arzt gehen ließ. Die Folge war eine sehr tiefe und fortschreitende Verätzung der Augen.
  3. Details
    Samiras Augen sind geschädigt. Infolge eines Unfalls drang konzentrierte Natronlauge in die Augäpfel ein, führte zu Verätzungen. Von außen sieht man das daran, dass das Fell rings um ihre Augen fast völlig seiner ursprünglichen Farbe beraubt wurde und nun hell weiß erstrahlt. Außerdem sieht man in der Regenbogenhaut, die normalerweise bernsteinfarben schillert und glänzt, wie der Glanz fast vollkommen fehlt, man stattdessen unzählige kleine Haar-Risse vorfinden kann. Geschlitzt sind ihre Augen auch überhaupt nicht mehr – sie sind im Gegenteil vollständig und weit geöffnet und rundlich.
  4. Auswirkungen
    Samiras Augen können nicht mehr abblenden. Sie ist daher stark blendempfindlich. Schwierige oder schnell wechselnde Lichtsituationen kann sie nur schwer bis gar nicht wahrnehmen, was zu einer richtiggehenden Dämmerungsblindheit bei ihr führt. Bedeutet: Sobald etwas nicht direkt im Licht ist, sieht sie keine Farben mehr, sondern nur noch eine graue Matsche, die dann schnell im Schwarz absäuft. Ihre Fähigkeit, in der Nacht besonders gut sehen zu können, hat sie ebenfalls verloren – ihre Augen sind dazu viel zu stark geschädigt. Zusätzlich hat die Lauge noch große Teile der Hornhaut weggeätzt und tieferen Schaden in den Augen verursacht. Sie ist daher schwer kurzsichtig.
  5. Prognose
    Sie wird für den Rest ihres Lebens auf eine Brille angewiesen sein. Zwar verschlechtert sich ihre Sicht nicht, aber eine Verbesserung ist auch nicht zu erwarten. In schwierigen Lichtsituationen sowie bei Dunkelheit ist sie zudem fast blind, was schon häufig dazu geführt hat, dass sie sich an Ecken gestoßen oder über etliche, andere Stellen gestolpert ist. Da sie eine Humanoide ist, die grundsätzlich kein Anrecht auf Leistungen, die sonst einem krankenversicherten Menschen zustünden, besitzt, wird sich an diesem Zustand auch nichts ändern. Dazu fehlt ihr das nötige Geld.