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Ein paar wenig bekannte Fakten über mich

Diese Seite wurde geschaffen, weil ich sehe, dass es doch einige gibt, die immer wieder gern herausfinden wollen, WER denn das Gesicht hinter dieser Seite ist – die dann nur auf jenen kurzen Abriss, der einst auf der Hauptseite unten auftauchte, klicken und wohl enttäuscht weiterblicken. Für all jene ist diese Seite hier gemacht, aber auch für jene, die meinen, sie wüssten schon alles über mich und könnten mich „einschätzen“, würden mich „kennen“. Vielleicht wird der eine oder andere eines besseren belehrt.

Ich will jedoch mit einer Warnung beginnen. Denn diese Seite hier wird lang, sie handelt ausschließlich von mir, wie ich Dinge sehe, wahrnehme und weshalb ich Dinge tue und sage, wie ich sie tue und sage. Wenn sich jemand davon verletzt oder getriggert fühlen sollte, so möchte ich demjenigen raten, jetzt diese Seite zu verlassen und eine x-beliebige, andere Seite aufzurufen. Auch rate ich explizit vom Überspringen von Zeilen, Absätzen oder Abschnitten ab, da ich ein Mensch bin, der sich nur ungern wiederholt und daher regelmäßig Bezug auf Dinge nimmt, sie als bekannt und gegeben voraussetze. Falls gewünscht, werde ich Sprungmarken hinzufügen, aber diese kommen HINTERHER. Jetzt dagegen hat der Content Vorrang, danach das Layout.

Warum eine eigene Domain? Warum kein LiveJournal, kein Facebook oder sowas?

Der Grund hierfür ist komplex und einfach zugleich. Beginnen wir mit dem simplen Grund: Kontrolle über die Inhalte. Ganz gleich, ob nun ein LiveJournal, ein Tiktok, ein Tumblr oder selbst ein simpler Account unter WordPress selbst bedeuten, dass man seine Daten, seine Inhalte, an andere weitergibt, die dann damit machen können, was immer sie wollen. Zensieren, teilweise vom Netz nehmen, verstümmeln, falsch zitieren, in NFTs umwandeln, verkaufen, einem anderen Autor zuordnen – die Liste ist endlos. Sicher, man kann eventuell rechtlich dagegen vorgehen, wenn man die Zeit, das Geld, die Langeweile und auch die Handhabe dagegen hat. Nur ist genau das das Problem – und jeder Künstler weiß, wie schwer es ist, ein gestohlenes Bild, ein abgezeichnetes oder auch nur um das Wasserzeichen befreite Bild wieder weg zu bekommen. Jetzt stellen wir uns das ganze mit Texten – etwas, bei dem das Kopieren NOCH schneller und leichter passiert – vor und man kann sich vorstellen, wie schwierig es wird. Gleichzeitig bedeuten Texte aber auch, dass man einzelne Absätze oder auch nur einzelne Sätze einfach aus dem Kontext reißen und so von einem Menschen eine vollkommen falsche Meinung bekommen kann. Mir ist das schon passiert, Politikern ist das schon passiert, so ziemlich jeder hat es schon mindestens einmal im Leben erlebt. Bei einigen führt das zu Jobverlust, andere bekommen viele böse Briefe, bei mir waren es Morddrohungen. Eine Seite, die man fix im Netz hat, die RELATIV unveränderlich bleibt und die so auch von Google und Co. gecached wird, so dass man sehen kann, dass bestimmte Formulierungen schon LÄNGER und in ANDERER Form auf der Seite gestanden haben, ermöglicht einem so, sich zumindest im Nachgang zu wehren. Viel Erfolg, das mit einer Seite zu versuchen, die genau diese Funktion unterbindet oder – schlimmer noch – aktiv unterwandert.

Facebook, LJ, Twitter und Co. dagegen haben ein noch ganz anderes Problem: Sie sind ein Hort von Selbstdarstellern, von Leuten, denen Klicks wichtiger sind als die Wahrheit. Viele verbiegen sich gern, um populärer zu sein, statt ihrem eigenen Kompass zu folgen. Kenne ich – habe ich auch schon gemacht (und hatte auf erschreckende Art und Weise Erfolg) und bin nicht stolz drauf. Seit einigen Jahren sind insbesondere Radikale auf den (a)sozialen Medien auf Beutetour, um selbst die Meinungs- und Deutungshoheit zu gewinnen, um laut zu schreien und so vorzugaukeln, sie wären eine große Masse. Mischen wir das ganze noch mit Fake-Accounts, Trollfarmen und jenen, die mit diesen Fakes gut Geld verdienen und man sieht, wo das wahre Problem sitzt (nämlich leider und in den meisten Fällen bei eben diesen Menschen). Muss ich nicht mehr haben – und um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, gibt es andere Wege und Möglichkeiten.

Hier, auf dieser Seite, kann ich dafür meine eigenen Inhalte ablegen. Das die nicht unbedingt so viel geklickt werden, wie ich es mir wünschen würde (ich habe ja Analytics – also eine Auswertung der Seitenzugriffe. Zwar anonym (was bringt mir der Rest schon? Ich verkaufe ja nichts), aber man sieht so zumindest, welche Seiten angeklickt werden und welche nicht. Und das Ergebnis ist…ein wenig deprimierend, wenn man es auf Exposure anlegen würde), aber das ist nicht mein primäres Ziel. Auch die Ads, die hier auf der Seite eingeblendet werden und von denen ich mir erhofft hatte, irgendwann zumindest einmal die Betriebskosten eingespielt zu bekommen, reichen mittlerweile (nach knapp 2 Jahren) vielleicht mal so eben, damit ich mir davon einen Kaffee am Automaten ziehen kann.

Der finale, kürzeste Grund für diese Seite hier ist also eher: Weil ich etwas Uneigennütziges auf die Beine stellen wollte, das auch garantiert von keinem Konzern ausgeschlachtet wird.

Kann es sein, dass ich einen kleinen Knall habe?

Bös gesprochen: Ja sicher, den haben wir doch alle irgendwie in einer gewissen Weise. Die einen, weil sie den festgefahrenen Normen hinterher jagen, ohne auch nur einen Augenblick nachzudenken, wieder andere, weil sie mit Mitte 20 bereits Pläne für die Rente machen (was dann klingt wie „nur noch 38 Jahre…“), wieder andere, weil sie sich bewusst gegen JEDE Form von Regel stellen und damit meinen, sie wären besonders edgy oder außergewöhnlich und nochmal andere, die meinen, sie wären halt „normal“. Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es nämlich diesen „Standard“ schlicht nicht – jeder ist in irgendeiner Art und Weise „anders“, hat eine Art von „Knall“. Das sind die Dinge, die uns einzigartig machen.

Was MEINEN Knall angeht: Ich bin jemand von der Sorte Mensch, die gern hilft, die sich darüber freut, etwas „gutes“ zu tun (Definitions- bzw. Auslegungssache), die gern das „Richtige“ tun will. Allein schon mit diesen beiden Aspekten ecke ich relativ häufig an – denn das „Richtige“ ist nun einmal sehr starke Auslegungssache. Ein Beispiel: Für mich ist es selbstverständlich, in einer 50er-Zone höchstens besagte 50 zu fahren, mich an Überholverbote zu halten und vor einer roten Ampel zu warten. Mit Blick auf das, was man regelmäßig im Netz sowie auch auf der Straße sieht, ist das keineswegs gesellschaftlicher Konsens, obwohl es EIGENTLICH klar sein SOLLTE.

Ähnliches habe ich auch schon häufig bei meinen Versuchen, das „Richtige“ zu tun oder „freundlich“ zu sein, erfahren dürfen. Es scheint einfach nicht mehr en vogue zu sein, dass Menschen etwas tun, weil es eben das Richtige ist und anderen unter die Arme greifen, Trinkgelder zahlen oder bewusst Preise aufrunden, nur weil sie anderen gegenüber etwas Gutes tun oder sich damit angemessen bedanken wollen – viel zu häufig werden einem dabei irgendwelche Hintergedanken unterstellt. Und DANN gibt es natürlich noch jene, die sofort Panik bekommen, nur weil man am Status Quo etwas ändert (indem man den bisherigen Stand verbessert), dabei den kleinen Andreas von Frauentausch raushängen lassen (seien wir mal ehrlich: JEDER hat das bisher gesehen und entweder mit dem Kopf geschüttelt und gelacht. Dabei ist GENAU DAS, was er da veranstaltet, leider mittlerweile traurige Normalität in unserer Gesellschaft. Eventuell lachen die Leute deswegen, weil sie den Spiegel merken, der ihnen dabei vorgehalten wird). Tja – und ich, der ich nur helfen wollte, stehe dann mit reichlich Fragezeichen da.

Anfangs habe ich derartige Dinge noch persönlich genommen (tue ich, wenn ich ehrlich bin, immer noch. Es ist nun einmal wie in diesem schönen Zitat: „Jede Enttäuschung macht einen ein wenig kälter, ein wenig härter und ein wenig distanzierter“ – und ja, gerade der letzte Punkt ist, was ich mittlerweile beherzige, nämlich die Distanz zu ebendiesen Personen und Personenkreisen. Auch das ist einer der Gründe, warum ich damals, als meine jetzige Freundin Kontakt mit mir aufnahm, eher vorsichtig und misstrauisch war (und es, zumindest hin und wieder, immer noch ein wenig bin) und ich neue Bekanntschaften zwar leicht schließe, mein volles Vertrauen aber nur noch sehr, SEHR selten und dosiert verteile. Und es ist auch der Grund, warum ich den Kontakt zu etlichen Leuten abgebrochen habe: Einfach, weil selbst das wenige Vertrauen, das ich in sie gesteckt hatte, durch die eine oder andere Situation zerschlagen wurde.

Ob ich gläubig bin?

Die einzig richtige Antwort auf diese Frage ist ein ganz klares Jein. In gewisser Weise folge ich dem Mantra, das ich damals, in der Schule, in meiner Deutschklausur zu Goethes Faust (es war, nebenbei gesagt, auch die beste Klausur des gesamten Jahrgangs) die Gretchenfrage sehr detailliert ausgeführt und erklärt habe: Glauben und Religion sind zwei Dinge, die maximal einige Schnittpunkte haben, aber sonst nur wenig miteinander gemein. Man kann glauben, ohne religiös zu sein und man kann religiös sein, ohne einen wirklichen Glauben zu haben. Das beste Beispiel für diesen Widerspruch ist meiner Meinung nach die CSU – die zwar das Wort „christlich“ im Namen trägt und in einem Land, in dem es fast schon als Verbrechen gilt, nicht regelmäßig in die Kirche zu gehen, die stärkste Partei darstellt, sich aber gleichzeitig gegen ETLICHE fundamentale Glaubensgrundsätze stellt, sie im Gegenteil sogar pervertiert und darin keinerlei Problem zu sehen scheint.

Einen derartigen Glauben, der lediglich ein Lippenbekenntnis darstellt, habe ich in der Tat nicht, wohl aber eine Überzeugung, die ich in mir trage und die – meiner Meinung nach – der Grundstein ALLER Religionen auf der Erde darstellt: „Seid nett zueinander“. Denn ja, im Prinzip kann man ALLE Religionen der Erde (ja, auch den Atheismus, der in meinen Augen ebenfalls ein „Glaube“ ist. Selbst der Glaube an wissenschaftliche Fakten ist eine Form von Glauben, denn – wie alle Wissenschaftler lernen – alle „Gesetze“ der Wissenschaft sind lediglich Theorien, die man bislang nur noch nicht widerlegen konnte. Man GLAUBT daher, dass diese Regeln derzeit unwiderlegbar und damit richtig sein müssen. Ähnlich ist es mit dem Atheismus – man ist lediglich davon überzeugt und GLAUBT, dass da nichts ist. Der Glaube an ein „Nichts“ ist auch eine Form von Glauben. Und ja, mir ist bewusst, dass etliche Theologen des Atheismus (hihi) jetzt lautstark protestieren werden und mich zu korrigieren versuchen. All jenen möchte ich einen Verweis auf den zweiten Absatz dieser Seite geben und sie damit freundlichst verabschieden) in diesem einen Punkt einen. Der Rest sind jeweils kulturelle und regionale Unterschiede, Ergänzungen, Anpassungen und dergleichen. Vollkommen in Ordnung, gibt es in allen Beziehungen.

Welche Art von Glauben ICH nun habe und lebe? Schwer zu sagen – ich bin bis zum heutigen Tage Katholik, trotz der Skandale um Kindesmissbrauch, goldene Badewannen und dergleichen, auf die sich die Medien nur zu gerne stürzen. Denn auch das ist leider etwas, was in der heutigen Zeit viel zu viel gemacht wird: Man richtet den Blick stets auf das Negative, überzeichnet es gar (hierzu ein Beispiel: Stellen wir uns mal vor, dein Chef würde dir jeden Monat zusätzlich zu deinem Gehalt 50 Euro zahlen. Irgendwann wirst du das schlicht und ergreifend vergessen – es ist für dich Normalität. Aber du wirst dich IMMER an den EINEN Tag erinnern, an dem dein Chef sagt „Sorry, ich kann mir das diesen Monat nicht leisten. Bitte gib mir die 50 Euro zurück“. Das er dir bis dahin tausende Euronen geschenkt hat, ist vergessen – er hat dir DIESES EINE MAL diese 50 Euro GEKLAUT!), behält es so viel deutlicher im Gedächtnis. Denn schlechte Dinge sind etwas, was unsere Sensationslust befriedigt. Deswegen gibt es auch so viele Gaffer, die sich Unfälle anschauen, Fotos schießen, Filmen, Selfies machen und am liebsten noch direkt neben der noch warmen Leiche Platz nehmen, die Rettungskräfte beiseite schieben wollen würden. Das die Kirche durchaus auch positive Dinge tun kann, wird außer Acht gelassen – habe ich durch den Tod meiner Eltern und das, was die Kirche meiner verwitweten Mutter gegenüber getan und angeboten hat, sehr deutlich gesehen: Sie ist dann da, wenn alle anderen wegsehen, wenn private Anbieter bereitwillig die Hände aufhalten, um noch den letzten Cent aus den trauernden Händen zu klauben. Und sie ist für all jene da, die allein im Krankenhaus liegen, die sonst keinen mehr haben und die IRGENDWEM ihr Herz ausschütten müssen. Das aber sind nunmal GUTE Dinge – sie sind Routine, diese sieht man eben nicht. Das Gute ist selbstverständlich, es wird nicht mehr wahrgenommen. Nur das Schlechte bleibt im Gedächtnis.

Doch auch wenn ich auf dem Papier noch Katholik bin, ich suche nur äußerst selten die Kirche auf. Ich sehe es nämlich so: Wenn Gott allwissend ist und eh alles sieht, dann wird er auch sehen und mitbekommen, wenn ich hier daheim und für mich bete und in mich gehe. Dafür brauche ich weder ein spezielles Gebäude, noch irgendeine Gruppe von eher alten Damen (die bilden in Kirchen ja die Mehrheit), die einem vorschreiben, welche Lieder man zu singen hat, um diese oder jene Andacht richtig halten zu müssen. Glauben ist für mich etwas Persönliches – und zur Freiheit der Religion sollte auch gehören, dass jeder sie ausüben können und dürfen soll, wie er oder sie es für richtig hält. Ob ich damit richtig liege – wer weiß das schon? Vielleicht liege ich richtig, vielleicht die anderen, vielleicht aber auch meine Kater, die bestenfalls mich anhimmeln, wenn ich gerade mal wieder Leckerlis mitgebracht habe?

Woran ich also tatsächlich und wirklich glaube? Einfach gesagt: An das Schicksal, an Karma und daran, dass wir alle, jeder für sich, die Aufgabe haben, uns zu entwickeln, über unsere eigenen Grenzen hinaus zu gehen, uns jeden Tag ein wenig zu in gewisser Weise zu verbessern.

Warum schreibe ich das alles?

Ich hatte hier ursprünglich einen Blog, den ich geführt habe, um meine Gedanken aus dem Kopf heraus zu schreiben. Ich habe nämlich diese dämliche Angewohnheit, dass sich Gedanken bei mir im Kopf so lange festsetzen und darin stecken bleiben, bis ich sie „erledigt“ habe, sie niedergeschrieben sind und ich sie so „weg“ habe. Man stelle sich Dumbledore aus Harry Potter mit den Erinnerungen, die er sich aus dem Kopf zieht, vor – nur das ich eben keinen Zauberstab habe, sondern eben eine Tastatur.

Nun gibt es, wie gesagt, Menschen, die gerne Dinge aus dem Zusammenhang reißen, die einem dann Aussagen vorwerfen, Gedanken und Träume für mehr erachten, als sie sind und einem Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ebenfalls so übel nehmen, dass hinterher die besagten Morddrohungen dabei herauspurzeln. Und nur, weil der Blog jetzt weg ist (ist er ja nicht – aber außer mir wird ihn nur noch derjenige zu Gesicht bekommen, dir eines Tages, wenn ich nicht mehr bin, die letzte Datensicherung von dieser Seite hier durchblättert und dabei dann mit dem Kopf schüttelt), ist das Bedürfnis von mir, Dinge niederzuschreiben und sie so aus dem Kopf zu haben auf der einen, die brennende Neugier jener, die sich nur zu gern ein falsches Bild von mir machen wollen auf der anderen Seite, nicht plötzlich weg. Und wenn ich schon meinen Kopf freiräume, kann ich noch den Schritt extra machen und Dinge niederschreiben, die es einerseits schwerer machen, mich falsch zu verstehen und andererseits vielleicht ein paar Fehlannahmen von mir korrigieren.

So, ich wette, mit dem vorangegangenen Absatz habe ich mindestens zwei weitere Leser getriggert. An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis, wie ich so ticke. Denn ja, hin und wieder habe ich auch in meinem Blog ein paar Dinge bewusst überspitzt geschrieben, weil ich eben SEHEN konnte, dass derartige Posts SEHR gern und häufig geklickt, gelesen und geteilt wurden. Interessanterweise sind die Widersprüche, die dabei durchaus bewusst gesetzt wurden (und einen aufmerksamen Leser EIGENTLICH stutzig hätten machen müssen), nicht aufgefallen. So gesehen konnte ich sehr genau absehen, worum es den Lesern tatsächlich ging. Passenderweise wurden meine Gesprächsangebote, um Unklarheiten, offene Fragen oder Ähnliches zu klären, nie angenommen. Es ging also NIE um die Sorgen von mir, sondern stets um die Leser selbst – und darum, „Munition“ zu finden. Auch ein Beleg, warum die (a)sozialen Netzwerke meiner Meinung nach nichts bringen: Man schreibt eh aneinander vorbei und hat lediglich sich selbst im Mittelpunkt.

Wie würde ich mich selbst beschreiben?

Schwierige Frage, da man, wenn man sich selbst beschreibt, per se sehr subjektiv blickt und alles andere als neutral. Allerdings bemühe ich mal, mich so neutral wie irgend möglich zu beschreiben – nämlich als einen Kerl, der alt genug ist, um mit Plattenspieler und Hörspielen auf Langspielplatte aufgewachsen zu sein, der seinen Sony Walkman auf den Fahrten runter nach Österreich nicht nur mit reichlich Hörspielen, sondern auch mit mindestens einem 10er-Pack Reservebatterien füttern musste, damit das Ding auch wirklich durchhält, der noch mit dem Fahrrad zur Schule gefahren ist, eine Zeit OHNE Smartphone oder gar Handy kannte, der zur Kommunion einen Atari 1040STE als ersten Computer bekommen hat und darauf dann, in Tempus Word, seine ersten Texte und Dokumente auf einem Tintenstrahldrucker von Olivetti produzieren durfte, schon damals den Fluch von streifigen Ausdrucken kannte. Jemand, der mit 18 noch kein eigenes Handy haben durfte, da Mobilfunkverträge damals nur für Leute über 21 zu haben waren. Jemand, der Studium und Berufsausbildung gleichzeitig gemacht hat, die Privat-Fachhochschule mit ihren 490 Mark monatlicher Gebühr von seinen 850 Mark Ausbildungsvergütung allein hatte bezahlen dürfen, dafür aber nur 20 Urlaubstage im Jahr hatte, von diesem „fürstlichen“ Einkommen dann aber Sprit, Essen sowie Berufsschulsachen und FH-Sachen finanzieren musste (Obdach gabs ja netterweise von den Eltern, aber da ich an drei Tagen der Woche erst LANGE nach 22 Uhr daheim war, nur um morgens um kurz vor 7 wieder zu verschwinden, war da auch nur bedingt was mit Essen daheim). Für diejenigen, die nicht so gut in Mathe waren oder jene, die die Mark nicht mehr kennen: Ich hatte damit im Monat 360 Mark, respektive 180 EURO zur Verfügung, um davon zu leben, zu lernen, zu studieren, den Wagen zu versorgen und IRGENDWIE noch Geld für etwaige Urlaube oder Neuanschaffungen zurückzulegen. Im Gegenzug hatte ich dann aber eine 70-Stunden-Woche, damit zum Glück auch keine Zeit, um meinen „Reichtum“ ausgeben zu können.

Die Pfunde, die ich mir bei all dem Stress angefuttert habe und die Tatsache, dass ich nach Ausbildung und Studium direkt in die Arbeitslosigkeit gefallen bin, die aber schon deswegen nicht langweilig wurde, weil bei meiner Mutter Krebs diagnostiziert wurde, haben aus dem ehemals eher schlanken und nie sonderlich sportlichen (dank Asthma) Kerl einen eher rundlichen Kloß werden lassen. Und der Stress wurde Dank Nierenproblemen an mir selbst, der Krebstherapie bei meiner Mutter UND dann der Krebsdiagnose an meinem Vater nicht unbedingt weniger. Letztgenannter litt „zum Glück“ nur sechs Monate daran, ehe er relativ schnell – und hoffentlich ohne Schmerzen – verstarb, meine noch immer gegen ihren Krebs kämpfende Mutter allein zurückließ, während ich aus der Heimat wegzog und sie so nun wirklich vollkommen allein zurückließ. Immerhin schaffte sie es, aus den ihr veranschlagten sechs Monaten ganze fünf Jahre zu machen, ehe sie schließlich elendig und leidend im eigenen Bett und in meinen Armen liegend einschlief. Falls es jemanden interessiert: Mein Vater wurde 53 Jahre alt, meine Mutter 55 (und genau 10 Tage).

Der Tod der beiden hat ein tiefes Loch in mein Herz gerissen – und ich blieb, zum Ärger meiner Mutter, eher etwas vollschlank, hatte fortwährend Probleme mit meinem Asthma und meinen Nieren, die mir etliche Krankenhausaufenthalte bescherten (mein Wissen um den sozialen Dienst der Kirche kommt nicht von ungefähr. Wen soll man schließlich belasten, wenn die eigenen Eltern entweder selbst todkrank oder tot sind, man während des ganzen Stresses keine Zeit für die Suche nach einer festen Freundin hatte (woher die Stunden nehmen? – vom notwendigen Geld (es geht schließlich IMMER ums Geld) ganz zu schweigen) und man seine Großeltern nach dem Verlust ihrer Tochter nicht AUCH noch extra behelligen wollte? Erst im Jahre 2016 habe ich mir dann ein Herz gefasst, mir einen kompletten Monat frei genommen, bin über den Jakobsweg gepilgert und habe damit den Grundstein für ein hoffentlich gesünderes Leben gelegt. Seither laufe ich mehr oder minder regelmäßig, treibe ich Sport – und habe das Krankenhaus seither auch nur noch als Besucher gesehen. Jobmäßig sei gesagt – seit ich im Frühjahr 2007 eine neue Stelle angefangen habe, ging es monetär immer weiter für mich nach oben, ist mein Gehalt nun ein Vielfaches dessen, was ich einstmals hatte – auch ein Grund, warum ich jenen, die „da unten“ stehen, wo ich einmal gestanden habe, nicht den Rücken zukehre, sondern ihnen nur zu gern helfe. Denn ich weiß, wie es ist, wenn man an einem der seltenen Tage, an denen man doch Zeit hat, mit Freunden weggeht, das eigene Konto nur niedrige, zweistellige Beträge zu berichten weiß, man vielleicht noch 10 oder 20 Euro in der Tasche hat und diese noch für mindestens drei weitere Tage, die man mit Mittag- und Abendessen kalkulieren muss, reichen müssen, man daher auf der Karte krampfhaft nach dem günstigsten Getränk sucht, während um einen herum alle die leckeren Cocktails schlürfen, die man auch so gern probieren würde. Und ja, in ähnlichen Situationen sind auch heute noch die einen oder anderen Freunde von mir. Allerdings nicht, wenn ich dabei bin.

Ich bin ein Mensch, der seinen Kopf ständig in der Zukunft hat, der nachdenkt, was sein KÖNNTE, der Alternativen im Kopf durchgeht, der alles durchrechnet, kalkuliert vorgeht und immer weiter denkt. Ich wollte schon immer unabhängig und „frei“ sein, mich von Verbindlichkeiten so gut es geht fernhalten. Freiheit ist ein Gut, das ich sehr schätze – und diese „Freiheit“, die ich zum Beispiel auch meiner Partnerin zugestehe, ist mir schon mehr als einmal zum Verhängnis geworden. Freiheit kommt nämlich stets von Vertrauen – und wenn man das Vertrauen von einem zerstört, dann verliert man so viel mehr. Leider sehen viele das erst hinterher.

Denke ich, ich wäre was Besseres?

Sicher eine Frage, die mir der eine oder andere gern und öfter mal an den Kopf werfen möchte, es ggf. sogar schonmal gemacht hat. Aber auch hier ist die Antwort nicht sooo einfach, wie es den Anschein hat. Denn: Besser als WAS oder besser als WER?

Ich bin, wie ich schon oft gesagt habe, ein Mensch, der Dinge hinterfragt (jetzt nicht jedes Detail – das die Erde eine Kugel bzw. sehr kugelähnlich ist, das wir Schwerkraft haben, auf dem Mond gelandet sind und wie ein Smartphone funktioniert, weiß ich durchaus, glaube ich auch, ohne dass ich die Kugel mit eigenen Augen gesehen habe (hat auch Gründe, warum das technisch eher schwierig ist)), ehe er sie einfach so glaubt und die Hintergründe betrachtet. Denn nein, einfach so Dinge hinzunehmen, ist schlicht zu simpel. So glaube ich bspw. grundsätzlich an das Gute im Menschen, will die Gründe für das hin und wieder seltsame Verhalten der Menschen herausfinden, nachvollziehen können. Nicht, um andere zu verurteilen, sondern im Gegenteil um die Ursache zu verstehen, an dieser anzusetzen und so dann am Ende doch einen Common Ground zu finden, auf dessen Grundlage man wieder diskutieren kann. Gleichzeitig sehe ich aber auch ein, dass es Menschen gibt, die eben KEINERLEI Interesse daran haben, diesen Common Ground zu schaffen, sich lieber gänzlich verschließen. Dann wiederum gibt es noch Leute, die sogar bewusst diese Regeln unterminieren und immer nur auf Stunk aus sind – einfach, weil sie Spass daran haben, „die Welt brennen zu sehen“.

Ob ich besser bin als diese Leute, die Dinge nur zu ihrem eigenen Vergnügen machen, die nichts hinterfragen, die an den Lippen von Verschwörungstheoretikern hängen und alle anderen als Schlafschafe oder Ähnliches bezeichnen? Aber SOWAS von! Und ehe die Frage aufkommt: Ja, ich halte mich auch für besser als jene, die mir mit Morddrohungen versuchen, meine eigene Meinung und mein Recht darauf wegzunehmen, die jegliches Redeangebot in den Wind schlagen und sich hinterher beschweren, dass man ja nicht mit ihnen spricht. Ob mich das alles zu einem GUTEN Menschen macht, mag jemand anders beurteilen, ich sehe mich so lediglich als eine Stufe BESSER als eben jene Personen an. Auf welcher Basis wir stehen, ob wir damit alle gemeinsam weit unterhalb der Nulllinie stehen oder ob ich ggf. sogar knapp darüber bin, kann ich, wie gesagt, nicht beurteilen. Ich bin eben kein Lot.

Ich denke aber auch, dass es bessere Menschen als mich gibt. Diese nehme ich mir als Vorbild, versuche mich an ihnen zu orientieren. Sicher ist niemand in jeder Beziehung stets perfekt – wir sind nun einmal immer noch alle Menschen – aber man kann ja zumindest versuchen, in der einen oder anderen Weise anderen nachzueifern und ähnlich zu werden.

Es kommt also darauf an, womit oder mit wem man sich vergleicht. Besser als IRGENDWAS oder IRGENDWER ist man immer in irgendeiner Weise. Gleichzeitig werde ich selbst aber auch bis ans Ende aller Tage eine absolute Niete im Zeichnen bleiben und schon an so etwas simplen wie einer geraden Linie oder einem Kreis scheitern. Dafür schreibe ich eben relativ passable und relativ fehlerfreie Texte, die hoffentlich relativ unterhaltsam (in jedem Fall allerdings äußerst lang) sind.

Was hat diese Manie mit diesem Pokemon auf sich?

Eine gute Frage, auf die ich auch gern eine logische, eine rationale Antwort hätte. Habe ich aber nicht – Emotionen sind darüber erhaben. Ich weiß lediglich, dass ich seit 1999, als ich Lugia zum ersten Mal in einem Trailer gesehen habe, etwas daran gespürt habe, das ich so und in dieser Form noch niemals gefühlt habe. Und der Mensch, der ich bin – einer, der recherchiert, der immer mehr über derart unklare Dinge herausfinden will – hat den Grund dafür herausfinden wollen, jedoch nur noch mehr Bestätigungen gefunden. Für die Unwissenden oder jene, die einen Kurzabriss sehen wollen und diesen endlosen Texten von mir hier müde sind, gibt es ein YouTube-Video, das dies sehr gut erklärt:

Mein persönlicher Bezug: Ich bin jemand, der das Meer und die Tiefe liebt. Nicht nur das Meer – Wasser generell. In meiner Kindheit war ich quasi mehr im Wasser als alles andere, dabei jedoch die meiste Zeit UNTER Wasser, bin getaucht, habe so ziemlich JEDES Schwimmbecken, in das ich gesprungen bin, so lange durchtaucht, bis meine Augen vom ganzen Chlor so rot waren, wie die von einem Drogensüchtigen im Endstadium. Doch nicht nur das Wasser fasziniert mich, auch das Fliegen. Nicht umsonst habe ich angefangen, einen Flugschein zu machen, habe tausende und abertausende Stunden in Flugsimulatoren verbracht, Airshows besucht, Museen mit Fragen und Neugier behelligt. Lugia verbindet diese beiden Dinge – und auch einige Charakterzüge von mir. So ist es für Lugia zum Beispiel eher typisch, sich zurückzuziehen und die eigene Macht auf diese Weise nicht gegen andere einzusetzen, auch wenn diese Macht wirklich groß ist. Und selbst heute wird Lugia noch, ebenso wie ich, häufig missverstanden. Nicht selten lese ich in der Beschreibung etwas von „Beast of the Sea“, was so fern von der Wahrheit ist, wie es nur sein kann – tritt er doch als Wächter an, um genau diese ungezähmte See wieder unter Kontrolle zu bringen.

Dann natürlich noch das Design des Charakters – auch wenn es kein Drache ist, ist zumindest eine optische Ähnlichkeit unverkennbar. Was den Rest angeht, sagen wir einfach: Es trifft genau meinen Geschmack.

Ob ich wohl ein Fur, ein Furry oder sowas in der Art bin?

Eine böse und auch gefährliche Frage, wie ich finde, wenn auch naheliegend, wenn man sich die Bilder, die ich so auf meiner Seite präsentiere, die Geschichten, die ich schreibe und die Interessen, die ich durchaus habe, bedenkt. Auch der weiße Löwe, der quasi als Avatar von mir herhält, lässt dies sehr wahrscheinlich wirken.

Tatsächlich war ich mal einige Zeit Teil dieser Gruppe, habe sie aber wieder bewusst verlassen. Einerseits wegen des Dramas darin, andererseits eben, weil ich dann doch ein wenig „anders“ bin als all jene, die ich bislang so gesehen habe. Denn ja, meiner persönlichen Meinung nach haben die meisten dieser Furs das eine oder andere kleinere oder größere Problem. Ganz gleich, wo und wen ich aus dem Fandom getroffen habe, sie leiden entweder unter Depressionen oder anderen „Problemen“ der psychischen Natur. Und auch wenn das jetzt wie ein Vorwurf klingt, soll es das gewiss nicht sein – eher eine Feststellung und These meinerseits, dass ebendiese Leute auch deswegen im Fandom sind, um sich damit selbst zu therapieren. DAS wiederum ist ein großer Pluspunkt, wie ich finde. Allerdings eben einer, der für mich persönlich eben nicht passt. Wie oben beschrieben habe ich zwar durchaus selbst auch einen Knacks oder zwei weg, aber DERART…nein.

Ein paar kurze Antworten auf kurze Fragen

  1. Wenn ich pro Tag eine Stunde weniger zur Verfügung hätte – worauf verzichten?
    -> Schlaf. Der Rest…ist leider schon entweder ausgeplant oder kommt eh zu kurz.
  2. Was tue ich für mein Glück & Wohlergehen?
    -> Ich schmuse mit meinen Katzen. Anders als Menschen sehen Tiere uns, wie wir wirklich sind.
  3. Welche Dinge würde ich im Angesicht des Todes bereuen, nicht getan zu haben?
    -> Dinge nicht ausgesprochen zu haben, die ich noch aussprechen wollte, Frieden mit jenen zu finden, mit denen ich mich verkracht habe und jenen, die mir lieb und teuer sind, nicht noch etwas auf den Weg gegeben zu haben, damit die Zeit danach nicht so schwer wird.
  4. Welche Tätigkeit meiner Arbeit würde ich auch ohne Bezahlung tun?
    -> Jene, die mir wichtig sind, haben meine Nummern. So lange ich erreichbar sein kann, bin ich es, gehe ans Telefon und helfe gern, wenn ich denn kann. Ganz gleich, wie spät und wo ich gerade sein mag.
  5. Welchen Traum habe ich begraben und was ist nötig, um ihn wieder zu träumen?
    -> Eine schöne, große Hochzeit, bei der meine Familie und die von meiner Frau gemeinsam feiern und uns beide hoch leben lassen. Wird nicht passieren – von meiner Familie ist quasi keiner mehr übrig.
  6. Wenn ich am Ende meiner Tage Gott gegenübertrete: Was möchte ich, dass er zu mir sagt?
    -> „Mein Sohn. Du warst nicht immer der Engel, der du hättest sein können. Du warst nie ohne Makel, doch dein Herz war stets rein und du hast versucht, nach bestem Gewissen zu handeln. Sei willkommen in meinem Reich und beende, was du begonnen hast.“
  7. Ohne welche Speisen könntest du nicht leben?
    -> Käse. Auf Fleisch könnte ich problemlos verzichten (es gibt ja viele gute Alternativen), aber Käse…niemals!
  8. Was war mein schönster Geburtstag?
    -> Wenn ich das noch wüsste. Er muss so weit zurück liegen, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann.
  9. Was ist meine größte Angst im Leben?
    -> Das ich diese Welt verlasse – und niemand da ist, mich zu betrauern.
  10. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, was würde ich mir wünschen?
    -> Gesundheit. Alles andere kann man selbst verändern, aber erbliche Krankheiten und Leiden des Alters – die bekommt auch unsere fortschrittlichste Medizin nicht weg.
  11. Was bewundere ich an meinen Eltern am meisten?
    -> Ganz gleich, wie heftig der Streit auch war, wie laut die Meinungsverschiedenheiten auch wurden – im Guten wie im Schlechten standen sie füreinander ein. Und nach dem Tod meines Vaters sorgte sich meine Mutter an jedem einzelnen Tag um sein Grab – trotz ihrer Krebserkrankung stieg sie tagtäglich aufs Fahrrad, fuhr zu ihm. Die Menschen heute könnten viel von meinen Eltern lernen. Es sind verlorene Ideale, die ich gerne selbst leben will.
  12. Wofür sollte ich mehr Zeit investieren?
    -> Mehr für andere. Mehr für mein Ehrenamt. Mehr für meine Katzen, Freunde und alle, denen ich unter die Arme greifen könnte.
  13. Welchen Fehler würde ich nie wieder machen?
    -> Mein Herz zu leichtfertig öffnen. Ich bin zu oft verletzt worden, habe zu tiefe Wunden am Herzen davon getragen.
  14. Wenn ich für eine Stunde Präsident sein könntest, was würdest du am liebsten ändern?
    -> In einer Stunde kann man leider keine großen Änderungen bewirken. Und das Meiste würde sicher kurz darauf wieder zurückgedreht. Davon ab sind die Menschen selbst das Problem. Und DIE kann auch ein Präsident nicht ändern.
  15. Wie würde ich den Sinn des Lebens formulieren?
    -> Lasse diese Welt ein Stück besser zurück, als du sie vorgefunden hast.
  16. Was ist meine lustigste Erinnerung an die Schulzeit?
    -> Meine Schulzeit war nicht wirklich lustig.
  17. Wie würde ich meine verbleibende Zeit verbringen, wenn ich herausfinden würde, dass ich nur noch 10 Tage zu leben habe?
    -> Nicht viel anders, als aktuell. Ich würde jedoch mein Testament aufsetzen, alles regeln, dafür sorgen, dass meine Katzen am letzten Tag von Freunden abgeholt würden und allen, die ich kenne, die mich kennen oder kannten, Briefe hinterlassen, in denen ich alles niederschreiben würde, was ich im Leben nicht gesagt habe. Am letzten Tag dann würde ich zum höchsten Berg in meiner Umgebung fahren und mir den letzten Sonnenaufgang ansehen.
  18. Habe ich einen Lieblingsort auf der Welt? Wo ist er?
    -> Ich liebe die Nähe des Rheins. Er ist ein großer Fluss, durchströmt vier, fünf Länder (je nachdem, wie man zählt), war schon früher die Lebensader dieser Region.
  19. Habe ich mehr Angst vor Misserfolg als vor Erfolg?
    -> Misserfolg. Zwar lernt man mehr daraus, aber gesellschaftlich wird man für Misserfolge stets wie ein Versager behandelt. Und wer auch immer gesagt hat, man solle nicht auf das hören, was andere von einem denken, war ein Idiot.
  20. Welche Dinge oder Situationen machen mich unsicher?
    -> So ziemlich jede. Wir sind im Leben wie in einem Spiel, bei dem für jede Entscheidung neu gewürfelt wird. Das Ergebnis ist nie fix, es kann immer etwas Blödes geschehen. Der Trick ist, sich davon nicht lähmen zu lassen.
  21. Wann habe ich das letzte Mal zu jemandem „Ich liebe dich“ gesagt?
    -> vorgestern, zu meiner Freundin
  22. Welchen Abschnitt der Geschichte würde ich verändern, wenn ich die Chance dazu hätte?
    -> Ich würde meine Mutter und dann auch meinen Vater jeweils beim ersten Anzeichen von Problemen, die zu ihrer Krebserkrankung führen würden, mehr oder minder an den Haaren zum Arzt schleifen und darauf bestehen, dass sie untersucht werden. Hätte man es früher bei ihnen diagnostiziert, vielleicht wären sie heute noch am Leben.
  23. Wer ist mein Held im wahren Leben?
    -> Es gibt keine Helden im wahren Leben – nur jene, die danach streben. Die meisten davon arbeiten im Krankenhaus.
  24. Links- oder Rechtshänder?
    -> Rechtshänder. Meine linke Hand ist zu nichts anderem gut, als meine Uhr zu tragen.
  25. Wie würden Menschen, die mir nahe stehen, mich mit drei Worten beschreiben?
    -> Treu, Hilfsbereit, Nachsichtig – hoffe ich zumindest
  26. Wie glücklich bin ich jetzt gerade?
    -> Weniger glücklich, als ich es gern hätte, mehr, als es mir einige Leser dieser Zeilen gönnen.
  27. Habe ich jemals jemandem das Herz gebrochen?
    -> Nein. Ich habe sogar große Angst davor.
  28. Bin ich mit meinem Vornamen zufrieden?
    -> Er ist passend
  29. Habe ich Angst vor dem Tod?
    -> Ich weiß nicht, was danach kommt. Diese Unsicherheit lässt mich etwas erschaudern.
  30. Habe ich einen Sinn im Leben? Welchen?
    -> Spuren im Sand der Zeit zu hinterlassen. Welche auch immer, mag jemand anders entscheiden.
  31. Wie ordne ich diese drei nach ihrer Wichtigkeit ein: Karriere, Familie, Liebe?
    -> Liebe, Familie, Karriere
  32. Gibt es eine Entscheidung, wegen der ich mich schuldig fühle, dass du sie in deinem Leben getroffen hast?
    -> Ich wollte jemandem helfen, der keine Hilfe haben wollte – einfach, weil ich gesehen habe, dass es sinnvoll war und ich helfen konnte. Das ich dabei Zorn auf mich laden würde, habe ich ignoriert, denn zu sprechen erschien mir in diesem Moment wichtiger, als hinterher noch gemocht zu werden.
  33. In welchem Alter sollten Menschen daran denken, sich niederzulassen?
    -> Das kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Bei manchen ist es früh, bei anderen niemals.
  34. Wenn ich auf einer einsamen Insel gestrandet wäre, welche drei Dinge würde ich mitnehmen?
    -> Ein ordentliches Messer, ein Kompass und eine Regenjacke
  35. Welche Fähigkeiten von mir würden andere faszinieren?
    -> Meine Sturheit und Beharrlichkeit, Dinge zu erreichen, die andere als nich schaffbar bezeichnen würden.
  36. Bin ich schon einmal die ganze Nacht aufgeblieben, um auf den Sonnenaufgang zu warten?
    -> Einmal – als meine Mutter im Krankenhaus lag und am Tumor operiert wurde. Ich habe die ganze Nacht wach gelegen, gelesen und am nächsten Morgen gewartet und gebangt.
  37. Wann habe ich das letzte Mal unter den Sternen geschlafen?
    -> Noch nie
  38. Lieber ein weltberühmter Sportler oder Präsident eines Landes?
    -> Weder noch
  39. Wann habe ich das letzte Mal geweint? Und weshalb?
    -> Zum Todestag meiner Katze. Sie war die letzte, lebende Erinnerung an meine Mutter, in Sanftheit und Zuneigung unübertroffen.
  40. Wenn ich heute eine Million bekäme, wie würde ich sie innerhalb von drei Tagen ausgeben?
    -> Meine Hypothek tilgen, einen neuen Wagen bestellen, das Dach mit PV voll legen, den Keller mit Batterien voll stellen, den Rest in Gold und Aktien anlegen.

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